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Fußgänger auf dem Weg zum Klinikum haben schlechte Karten. Weil es zum gesperrten Gehweg keine Ausweichvariante auf der gegenüberliegenden Fahrbahnseite gibt, müssen sie die Straße betreten.

Foto: Matthias Degen

Weg zum schnellen Internet führt über nervige Baustellen

An Zschopaus Straßen-rändern und Fußwegen klaffen zum Leidwesen von Passanten tiefe Löcher. Warum die Arbeiten nicht vorankommen, behält die Telekom für sich.

Von Mike Baldauf
erschienen am 15.05.2018

Zschopau. Vorsicht, hier lässt die Telekom graben. Die rot-weißen Baustellenabsperrungen auf oder neben Fußwegen gehören seit Monaten zum Zschopauer Stadtbild. Mit der Verlegung von Glasfaserkabel will das Telekommunikationsunternehmen die Internetanschlüsse seiner Kunden schneller machen. Bei den dafür nötigen Tiefbauarbeiten scheint es dagegen nicht auf Geschwindigkeit anzukommen.

Offenbar gibt es zwei Typen von Baustellen: Während die einen lange unverändert fortbestehen, tauchen an anderen Stellen neue Löcher auf, die manchmal wieder verschwinden, manchmal nicht. Besonders langlebig war eine Grabung auf dem Fußweg an der Chemnitzer Straße nahe dem Schillerplatz, die auch im Stadtrat Kritik hervorgerufen hatte.

Seit Wochen ist an der Johannisstraße der Gehsteig an zwei Stellen aufgegraben. Fußgänger müssen an diesen Stellen die Straße oder den gegenüberliegenden Gehsteig nutzen. Auch eine Absperrung nahe der Rettungswache zwingt sie dazu, die Fahrbahn zu betreten. In der Stadtverwaltung wird von zum Teil chaotischen Zuständen beim Koordinieren der Baustellen gesprochen. Eigentlich sollten die Tiefbauarbeiten Ende April abgeschlossen sein. Bis dahin lag die Genehmigung der Verkehrsbehörde vor. Inzwischen hat die Stadt eine Verlängerung bis Ende der Woche eingeräumt.

Doch im Moment scheint sich draußen wenig zu regen. Sabine Hoheisel von der Zschopauer Verkehrsbehörde berichtet gleichzeitig von Problemen, den richtigen Ansprechpartner zu finden. Denn an den Breitbandarbeiten sind mehrere Firmen beteiligt. Ein Unternehmen gräbt auf, ein anderes setzt Verteilerkästen, wieder ein anders schießt Glasfaserkabel durch die Leerrohre. Und dann gibt es Unternehmen, die die Löcher wieder schließen, berichtet die Mitarbeiterin der Stadtverwaltung. Das Einschießen der Kabel geht zudem nicht immer reibungslos vonstatten. "An manchen Stellen macht es einen Knick. Dort muss wie auf der Johannisstraße noch mal aufgegraben werden", sagt Sabine Hoheisel. Hinzu komme, dass die Baustellenüberwachung der Telekom weit entfernt in Wien sitze.

Der Kommunikationsdienstleister selbst hat trotz mehrfacher Nachfrage nicht reagiert und die Fragen von "Freie Presse" zu den Baustellen-Problemen unbeantwortet gelassen. Schnell hatte die Telekom dagegen auf eine frühere Anfrage zu den Zielen des Breitbandausbaus in Zschopau Stellung bezogen. Demnach will das Unternehmen schon ab Juni etwa 5300 Haushalte mit schnellem Internet versorgen. Das Netz soll so leistungsstark sein, dass Telefonieren, Surfen und Fernsehen gleichzeitig möglich sind.

Um hohe Datenübertragungsraten zu erreichen, baut die Telekom ihre Verteiler - 31 der grauen Kästen stehen im Stadtgebiet und in Krumhermersdorf - zu sogenannten Mini-Vermittlungsstellen um. Zudem werden rund acht Kilometer Kupfer- durch Glasfaserkabel ersetzt. Das darin übertragene Lichtsignal wird in den Mini-Vermittlungsstellen in ein elektrisches umgewandelt und über das bestehende Kupferkabel zum Anschluss des Kunden übertragen.

 
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