Wildeck soll im Frühjahr ans Netz

Seit Jahren ist das Zschopauer Schloss offline. OB Sigmund wollte die Seite selbst gestalten. Nun gibt es einen neuen Plan.

Zschopau.

Mit dem Bau eines Empfangsbereiches mit Museumsshop, Ticketverkauf und Bistro hat Oberbürgermeister Arne Sigmund im zurückliegenden Jahr gepunktet. Schließlich war es ein erster großer Erfolg auf dem mühsamen Weg, das Zschopauer Schloss attraktiver zu machen. Das virtuelle Schloss, mit dem die Stadt im Internet werben könnte, bleibt dagegen seit fünf Jahren verschwunden. Vor sieben Jahren war die Homepage letztmals gepflegt worden. Zwei Jahre später erfolgte die Abschaltung.

Die umstrittene Entscheidung seines Vorgängers wollte Sigmund rückgängig machen. Nach Amtsantritt kündigte er an, die Sache selbst in die Hand zu nehmen und eine neue Schloss-Homepage zu gestalten. Die bis Sommer 2016 geplante Freischaltung blieb jedoch aus - die Smartphone-App mit Informationen über das historische Gemäuer und Ausstellungen hatte Vorrang, begründete Sigmund damals. Der Erfolg ist überschaubar: Bisher wurde die Anwendung weniger als 100 Mal vom Google-Play-Store geladen. Apple macht dazu prinzipiell keine Angaben.

An der Gestaltung der Schloss-Homepage hielt Sigmund fest - ohne einen neuen Fertigstellungstermin zu nennen. In einem Leserbrief kritisierten damals drei Zschopauer, dass die eigenhändige Gestaltung der Seite nicht zu den Aufgaben eines Stadtoberhaupts gehören könne. Zu den Unterzeichnern gehörte auch Jens Wagner. Zwei Jahre später meldet sich der Geschäftsmann erneut zu Wort und fragt, wann das Schloss wieder im Internet präsent sein wird. Bei der Suche im Netz sei er lediglich auf "www.schloss-wildeck.eu" gestoßen. "Wer die Seite öffnet, erfährt einiges über Anwaltssuche und adlige Anwälte in Deutschland. Kein gutes Aushängeschild für unser traumhaftes Schloss im Herzen der Stadt", befindet Wagner.

Die Homepage-Gestaltung hat Sigmund inzwischen dem zu Jahresbeginn neu gebildeten Kultur- und Schlossbetrieb übergeben. "Die zur 725-Jahr-Feier entwickelte Web-Präsenz bildet das Gerüst dafür. Man muss ja das Fahrrad nicht nochmal neu erfinden", sagt der Stadtchef und hofft, die angepasste Seite im Frühjahr ins Netz stellen zu können.

Auch die Internet-Präsenz der Stadt "www.zschopau.de" will die Verwaltung dieses Jahr überarbeiten lassen - auf Grundlage des bestehenden Vertrags mit dem Entwickler, betont Arne Sigmund.

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