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Familie Euringer, Hannes Weigand, Jörg Semmig sowie Ortsvorsteher Rainer Weigand mit den Nachbarskindern Lilly-Annemarie und Ban (von links) wollten das gute Pflanzwetter nutzen.

Foto: Ulli Schubert

Damit Kirchbach im Frühling noch schöner blüht

Dass das Dorf reich an Obstbäumen ist, hat seine Ursachen. Jetzt ist eine weitere Streuobst- wiese hinzugekommen.

Von Ulli Schubert
erschienen am 14.11.2017

Kirchbach. Im Oederaner Ortsteil Kirchbach dürfte es im kommenden Frühjahr noch mehr und noch schöner blühen als je zuvor, ist doch die Zahl der Obstbäume am Samstag um exakt 16 weitere gewachsen. Noch mehr Zahlen hat Jörg Semmig parat: "Wir haben in den vergangenen 15 Jahren allein für Kirchbach 266 Obstbäume zur Verfügung gestellt, die an 42 Projektstandorten gepflanzt wurden."

Der Geschäftsführer des Landschaftspflegeverbands Mulde-Flöha mit Sitz in Großwaltersdorf hatte auch die jüngste Aktion gemeinsam mit Kirchbachs Ortsvorsteher Rainer Weigand initiiert. Die ersten 30Bäume waren im Jahr 2002 in Kirchbach gepflanzt worden, die vorbereitenden Maßnahmen gehen allerdings bis ins Jahr 2000 zurück. "Damals wurden im Altkreis Flöha alle Streuobstwiesen und die Sorten bestimmt, die dort wachsen, damit wir überhaupt erst einmal einen Überblick hatten."

In Kirchbach existieren demnach 29 Streuobstwiesen, die den gesetzlichen Bestimmungen entsprechen. "Das bedeutet, dass es mindestens zehn Bäume sind oder die Fläche mindestens 500 Quadratmeter groß ist", erläutert Lothar Reichelt, der sich bekanntlich auf vielfältige Art und Weise seit langem für die verschiedensten Aspekte des Naturschutzes in seinem Heimatdorf und darüber hinaus engagiert, die Definition.

Auf den Kirchbacher Streuobstwiesen wachsen 550 halb- und hochstämmige Obstbäume, davon ist gut die Hälfte neu gepflanzt. Damit kommen auf jeden Einwohner drei Bäume, ein sehr guter Wert für die Vorerzgebirgsregion. Das führt Lothar Reichelt auf die Historie zurück. "Die Topografie hat die Bauern von jeher dazu angeregt, an den Hängen Obstbäume zu pflanzen", so Reichelt.

Genau das ist auch die Intention von Nancy Euringer und ihrer Familie: "Wir wollen das fortführen, womit mein Onkel begonnen hat", erklärt sie. Die junge Familie hatte diesmal eine Birnensorte namens "Conference" und ein Bäumchen der Sorte "Wangenheims Frühzwetschge" beim Landschaftspflegeverband geordert, der die Kosten von je knapp 30 Euro pro Baum trägt. "Wir wollten damit die Vielfalt der Obstbäume erweitern. Äpfel haben wir schon", so Nancy Euringer.

Dass die Kirchbacher sich derart aktiv an den Baumpflanzaktionen beteiligen, liegt nach Auffassung von Verbandsgeschäftsführer Lothar Reichelt außerdem auch daran, dass von der Firma Heide eine Obstannahmestelle eingerichtet wurde. "Man muss mit der Ernte ja auch etwas anfangen können", sagt Reichelt. "Damit schließt sich der Verwertungskreislauf, und jeder kann auf heimische Säfte zurückgreifen."

 
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