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Treffpunkt für Hund und Herrchen: Tolle Stimmung herrschte beim Kunnersteinfest.

Foto: Claudia DohleBild 1 / 2

Die Kümmerer vom Kunnerstein

Die Bergsteiger aus Erdmannsdorf nehmen den beliebten Aussichtpunkt unter ihre Fittiche. Die Stadt will Vorschläge sammeln.

Von Matthias Behrend
erschienen am 14.09.2017

Erdmannsdorf. Dass der Kunner-stein hoch über den Zschopautal ein Ausflugsmagnet ist, hat sich am Sonntag wieder gezeigt. Bei der 35.Auflage des Kunnersteinfestes war alles wie immer: viele Besucher, tolle Stimmung, Zwio Scandalli. Doch halt, es war nicht alles wie immer: Der Kunnerstein gehört inzwischen der Stadt Augustusburg und die Veranstalter des Volksfestes, die Bergsteiger der SG Erdmannsdorf, sollen künftig die Hüter des Kunnersteins im Auftrag der Stadt sein.

Der Kunnerstein muss als Ausflugsziel erhalten bleiben. Deshalb hat die Stadt Augustusburg das Areal für 1500 Euro dem Staatsbetrieb Sachsenforst abgekauft, weil der Forst alle baulichen Anlagen aus Sicherheitsgründen abreißen wollte. Und deshalb haben die Bergsteiger zugestimmt, sich um die Felsterrasse über der Zschopau zu kümmern, von der der Augustusburger Bürgermeister Dirk Neubauer (SPD) in Anlehnung an den berühmten Aussichtspunkt hoch über dem Elbtal sagt: "Das ist unsere Bastei."

Die Bergsteiger in der SG Erdmannsdorf, das sind 13 Freunde, die unter dem Dach der Sportgemeinschaft gemeinsame Freizeitaktivitäten unternehmen. Vor der Wende bildeten die Bergsteiger sogar eine Feierabendbrigade, die handwerkliche Arbeiten in luftiger Höhe erledigte - etwa an Steilhängen und Brücken oder auch an der Turmuhr des Schlosses Augustusburg. Gipfelstürmer seien sie aber längst nicht mehr, sagt Uwe Mandrich. Wanderungen, Ausflüge und das Kunnersteinfest bieten inzwischen genug Nervenkitzel. Zum Fest vergangenen Sonntag verteilten die Bergsteiger Handzettel, mit denen Freiwillige aufgerufen werden, bei Erhalt und Pflege des Kunnerstein-Areals zu helfen. "Es haben sich spontan viele Leute bereit erklärt", sagt Thomas Hunger.

Der Handwerksmeister aus Erdmannsdorf hat keine Sorge, dass sich Unterstützer finden. Arbeitseinsätze oder das Kunnersteinfest abzusichern, seien wohl kein Problem. Für größere Arbeiten oder Baumaßnahmen sei natürlich die Hilfe der Stadt oder von Fachfirmen nötig, sagt Hunger. "Es wäre schön, wenn der Kunnerstein künftig von verschiedenen Vereinen genutzt wird -etwa für kleinere Veranstaltungen wie zum Beispiel Konzerte." Hunger ist der Verbindungsmann ins Rathaus, er hat sich bereits mit dem Bürgermeister zusammengesetzt. Die Stadt arbeitet derweil noch an der Bestandsaufnahme der baulichen Anlagen. Welche Wege oder Geländer können erhalten werden, was muss zurückgebaut werden, welche Arbeiten sind an der Schutzhütte erforderlich? "Wir wollen dabei natürlich auch Meinungen aus der Bevölkerung einsammeln, bevor Entscheidungen getroffen werden", sagt Neubauer. Einem Wunsch erteilt er schon jetzt eine Absage: Regelmäßige Gastronomie wird es am Kunnerstein nicht geben. Denn das Areal unterliegt, auch wenn es der Stadt gehört, weiterhin dem strengen Sächsischen Waldgesetz.

 
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