Werbung/Ads
Menü

Themen:

Die linke Seite etwas leiser: Um Ruhe hat die musikalische Leiterin des Chortreffens, Tina Bartel, nur selten gebeten. Auch sie genoss die Vielfalt der Stimmen am ganzen Wochenende im Schlosspark von Lichtenwalde.

Foto: Christof HeydenBild 1 / 4

Ein dreifaches "Hoch" auf die Chormusik

Zum Sängertreffen kamen am Wochenende mehr als 600 Teilnehmer in den Schlosspark Lichtenwalde. Und alle waren begeistert.

Von Christof Heyden (Text und Fotos)
erschienen am 19.06.2017

Lichtenwalde. Auch die Neuauflage des mittelsächsischen Sängertreffens hat es bewiesen: Aller erfolgreichen Dinge sind drei! So folgte ein aufgeschlossenes Publikum bei idealen Bedingungen der Einladung in den Schlosspark Lichtenwalde, wo sangesfreudige Akteure aus 25 Ensembles ihre musikalische Visitenkarte abgaben. Zudem gab in bewährter Manier der gestandene Barde Matthias Brade aus Großschirma mit seiner schlagfertigen Moderation dem erstmals zweitägigen Spektakel das verbale Gerüst.

Dreierlei rhythmisches Maß bestimmte den Charakter der Liedbeiträge, so wurde ein breites Repertoire vor allem im Zweier-, Dreier und Vierertakt intoniert. Und selbst die Chronisten wussten mit drei Zahlen das musische Spektakel zu beschreiben: "Im Schlosspark Lichtenwalde feiern wir heuer ein kleines Jubiläum: Zum 15. Mal treten unsere Chöre hier auf", hatte Regina Herberger vom Organisatorenteam nachgerechnet. Und erzählte: "Insgesamt ist es das 24. offizielle Chortreffen im Rahmen des Mittelsächsischen Kultursommers. Aber: Zählen wir die kleineren Auftaktsingen Anfang der 1990er-Jahre hinzu, ist es bereits die 29. Auflage." Und sie ergänzt, dass wahrlich eine Veranstaltung ins Wasser viel: "Während wir in einem Fall noch in die Kirche umziehen konnten, gab es in einem anderen Jahr keine Alternative, das Singen wurde abgeblasen."

Alle 24 Liedertreffen-Ausgaben in Miskus-Regie hat Thomas Mühl miterlebt. Der Frankenberger sorgt regelmäßig für den guten Ton. Etwa zeitgleich mit den Musikanten aus dem Ballungsraum Leipzig aber auch Zwickau und Meerane machte er sich auch diesmal noch weit vor dem ersten Ton ans Aufbauwerk. Während die Sopranistinnen, Altsängerinnen, Tenöre und Bässe die klimatisierten Sonderbusse bestiegen, kam der Elektroexperte im Grünen schon ins Schwitzen. Ungezählte Meter Kabel wurden ausgerollt, Stative aufgebaut, Mikrofone und Lautsprecher gestöpselt.

Nicht minder fleißig war vorab das Team des Imbisspavillons im Schlosspark. Deren leckere, weit mehr als drei Sorten zählende Kuchenkreationen stiegen den Ankömmlingen verführerisch in die Nase, frisch gebrühter Kaffee sorgte ebenso bei Sängern und Zuschauern für ein Pfützchen auf der Zunge. Eine Thermoskanne Heißes hatte auch der Frauenchor aus Leisnig im Gepäck. "Wir waren extra noch im Garten, haben Salbei gepflügt", sagt lachend Karin Prinzig. "Frischer aromatischer Tee ist genau das richtige für unsere Stimmen, ein bewährtes Mittel in unserer Truppe."

So gut eingestimmt gehörten die Sängerinnen zu den Teilnehmern, die den obligatorischen Auftakt mitgestalteten. Rechtzeitig vor dem ersten gemeinsam dargebotenen Lied hatte die Sonne die grauen Wolken verschoben. Und so schmetterte die Runde "Viva la Musik" und den Kanon "Singen macht Spaß", wie den Evergreen "Wochenende und Sonnenschein und dann mit Dir allein". Zudem begeisterte sich die stimmgewaltige Teilnehmerschar von Leipzig bis Stollberg, von Leisnig bis Eppendorf, von Chemnitz bis Freiberg für den Bestseller "Come together". Ein symbolischer Titel, immerhin hatten 600 Akteure ihre Teilnehmerklärung abgegeben.

Aus dieser Nachfrage heraus resultierte die Entscheidung, das Treffen erstmals an zwei Tagen anzuberaumen. "Und trotz des nachlassenden öffentlichen Interesses am Chorgesang haben sich damit mehr Ensembles als zuvor angemeldet", zeigte sich Regine Herberger erfreut. "Es ist schade, dass Chorgesang weniger im Blickpunkt steht und den Ensembles die Mitglieder ausgehen. Insofern wollen wir die Gruppen mit unserem Treffen motivieren", so die Miskus-Mitbegründerin. Nicht nur die wünschte sich, dass gerade Radio und Fernsehen mehr deutschsprachiges Liedgut senden würden. "Wo wird noch generationenübergreifend gesungen? Wer trägt die Melodien weiter? Bei der Mehrzahl der jungen Leute sind englischsprachige Titel in, das Volkslied hat kaum Chancen."

Und aller Auftrittsorte waren in Lichtenwalde auch drei: Neben der Hauptbühne Konzertpavillon erwiesen sich weitere Aktionsflächen mitten im Park als reizvoll. So rauschten die Blätter der betagten Bäume am Standort der Plastik Diana mit den satten Klängen des Männergesangvereins 1998 aus Saupersdorf. Ihre beschwingten Trinklieder klangen hinüber ins Zschopautal, wo Traktoristen staubend Heu einfuhren. Chorleiter Helko Kühnel lieferte sich mit Matthias Brade ein Wortwitzgefecht etwa zur Frage, was wohl den wiederkehrenden Vollmond vom vollen Zecher unterscheide.

Und das Plätschern des Wassers sorgte genauso für den Grundton auf der Wiese vor der Wasserspiel Am Neuen Stück, wo der Gemischte Chor Frohburg beispielsweise den Welthit "Sierra Madre" intonierte. Nicht nur dessen Leiter Andreas Schitke zeigte sich vom Chortreffen angetan: Ein herrliches Plätzchen, aufgeschlossene Gäste und liebenswerte Musikerkollegen. Aller guten Dinge sind eben drei!

 
© Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG
 
0
Lesen Sie auch:
 
Kommentare
0
Kommentieren (für Digital- und Printabonnenten)

 
 
 
 
 
Wetteraussichten für Flöha
Fr

22 °C
Sa

23 °C
So

22 °C
Mo

22 °C
Di

29 °C
 
Unsere Youtube-Videos

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Freie Presse Immobilien
Immobilienangebote für Flöha und Umgebung

Finden Sie Ihre Wohnung in der Region Flöha

Immobilienportal

Mietangebote

Kaufangebote

 
 
 
 
Online Beilagen

Das kommt gut an: Lieferservice gratis bei MediMax!

Unsere aktuellen Angebote - auf einen Klick...

 
 
 
 
Ärztliche Notdienste
Apotheken und Ärzte der Region

Manchmal muss es schnell gehen. Notrufe und Notdienste der Apotheken und Ärzte finden Sie hier.

weiterlesen
 
 
 
 
Freie Presse vor Ort

Lokalredaktion Flöha: 
09557 Flöha, Gewerbekomplex "Am Anger", Augustusburger Straße 23
Telefon: 03726 5887-14341
Telefax: 0371 656-17434
Email: Red.Floeha@freiepresse.de

weiterlesen
 
 
 
 
 
 
 
 
Neu
Nachrichten aus Flöha bei Facebook

Die "Freie Presse" Flöha ist nun auch auf Facebook mit einer eigenen Seite vertreten. Dort finden Sie Neuigkeiten aus der Stadt und Umgebung und sind somit stets auf dem Laufenden.

Zum Facebook-Auftritt

 
 
 
 
 
|||||
mmmmm