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Und wenn der neugierige Blick in die Kameralinse auch noch so niedlich ist - Waschbären sind keine Haustiere. Auch Fin muss in ein Gehege.

Foto: Thomas Reibetanz Bild 1 / 2

Findelkind Fin: Haustier für drei Tage

Familie Dittmann aus Braunsdorf hat einen Baby-Waschbär vor dem Tod gerettet. Mit Katzenfutter und Obst wurde er aufgepäppelt. Heute geht seine Reise weiter.

Von Thomas Reibetanz (Text und Fotos)
erschienen am 15.06.2017

Braunsdorf. Vom Namen her passt das Tier dorthin, wo es sich bis gestern noch aufhielt: Der Waschbär wohnte in der Dusche. Denn dort hatte Stefanie Dittmann aus Braunsdorf aus einer Pappkiste eine Behausung für das kleine Findelkind gebastelt. Aber nur auf Zeit, wie sie betont. "Wir wissen natürlich, dass ein Waschbär ein Wildtier ist", sagt sie. Deshalb wird Fin, wie er von Familie Dittmann getauft wurde, heute nach Dresden in eine private Auffangstation gebracht.

"Fin deshalb, weil er ja ein Findelkind ist", erzählt Stefanie Dittmann. Am späten Sonntagabend trat der kleine Waschbär in ihr Leben, als sie ihn auf einer Straße im Niederwiesaer Ortsteil Braunsdorf entdeckte. "Er lag einfach da. Mein Mann und ich dachten zunächst, er sei tot, aber ich wollte dann doch, dass wir anhalten und nachsehen", sagt Stefanie Dittmann. Als sie merkte, dass das kleine Herz noch schlägt, nahm sie das Tier kurz entschlossen mit. "Es ist ein Lebewesen. Und es hat Hilfe gebraucht. Da habe ich nicht lange überlegen müssen", sagt Stefanie Dittmann.

Daheim angekommen, konnte sie zu einer Waschbär-Schutzstation in Schleswig-Holstein Kontakt aufnehmen. "Dort wurde mir gesagt, ich solle das Tier in einer offenen Kiste, aus der es nicht von allein rauskommt, wieder in der Nähe der Fundstelle aussetzen und bis Mitternacht warten. Kommt bis dahin kein anderer Waschbär, ist die Mutter wohl weg." Stefanie Dittmann befolgte den Rat. Doch es kam niemand, um das Waschbärbaby abzuholen. Also zog es bei den Braunsdorfern ein. Mit Bananenbrei, Katzenfutter und allem, was sie finden konnten, fütterten die Dittmanns das Tier und kümmerten sich parallel darum, wie es weiter geht. "Von Bekannten wurde uns eine private Adresse in Dresden genannt, wo uns schließlich geholfen wurde", sagt Stefanie Dittmann.

Die private Auffangstation gehört Saskia Keller. "Es gibt seit einigen Jahren immer mehr Waschbären in Sachsen", sagt sie. "Von einer Plage möchte ich noch nicht sprechen, aber es wird immer schwerer, die Tiere weiterzuvermitteln. Versuchen wird sie es aber auch im Falle Fins. Gesucht wird ein privater Besitzer mit einem genehmigten Gehege. "Auswildern darf man die Tiere nicht", sagt Saskia Keller.

 
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