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Ronny Zehrtner und Mathias Auerbach vom Flöhaer Bauhof haben gesternillegal abgelagerten Müll unweit des "Edeka"-Marktes entsorgt.

Foto: C. Dohle

Flöhaer Bauhof entsorgt illegale Müllberge

Unbekannte hinterlassen alles, was denkbar ist, an Glascontainern in der Stadt. Die Entsorgungsdienste kündigen Konsequenzen an. Die "Freie Presse" war vor Ort dabei.

Von Michael Kunze
erschienen am 15.06.2017

Flöha. Mathias Auerbach und Ronny Zehrtner vom Flöhaer Bauhof haben gestern Berge illegal abgeladenen Mülls von den Glascontainern neben dem "Edeka"-Markt abgefahren. Allein an diesem einen von drei bis vier Brennpunkten illegaler Ablagerung in der Stadt sind es anderthalb Kleinlastwagenfuhren, die sie zum auf dem Bauhofgelände eigens dafür vorgehaltenen Container brachten. "Den bezahlt der Landkreis, der zuständig ist", so Auerbach. "Früher", ergänzt er, "genügte eine Entsorgungsrunde im Monat. Das reicht oft nicht mehr aus."

Mittlerweile seien es zwei oder mehr Fahrten, bei denen Sperrmüll, Fernsehgeräte, Kleidung, Farbeimer, Grünabfall, Windeln, massenweise Zigarettenschachteln, Teppichboden oder übergroße Glasgefäße, die nicht in die Einwurflöcher der Container passen, vorgefunden werden, dazu immer wieder Flaschen, wenn die Behälter voll sind. In der Regel seien zwei Bauhofmitarbeiter einen vollen Acht-Stunden-Tag im Monat mit der Abfuhr beschäftigt. Der Unrat lässt die Volksseele kochen: Ein Rentner, der schräg gegenüber an der Augustusburger Straße wohnt und regelmäßig wie auch gestern Flaschen am Standort einwirft, sagte resigniert: "Das sieht hier immer so aus." Ein anderer hielt ebenfalls nicht hinterm Berg: "Keiner passt mehr auf, auch nicht die Anwohner", monierte er. "Die, die den Müll abladen, kommen oft erst nach Einbruch der Dunkelheit", habe er beobachtet. Oft seien es Auswärtige, vermutet er und schlägt vor, die mit Holzbohlen eingehausten Standorte abzuschließen, auch wenn das schwer möglich ist, da jedermann Zugang haben muss. "Sonst aber braucht man bald eine Nachtwache", sagt er.

Bauamtsleiter Andre Stefan verweist indes auf Maßnahmen, die die Stadt ergriffen hat, um das Problem einzudämmen: Es werde beispielsweise zumindest versucht, Verursacher vor Ort zu ermitteln. Bei wie vielen das klappt, ließ er auf "Freie Presse"-Anfrage offen. Der Gemeindevollzugsdienst sowie der Bauhof kontrollierten jedenfalls regelmäßig. Auf die Lauer lege sich das Ordnungsamt aber nicht, um Täter auf frischer Tat zu ertappen. Wird ein Verursacher ermittelt, sagt Stefan, erhalte er Gelegenheit, "den Müll selber ordnungsgemäß zu entsorgen; andernfalls erfolgt eine Anzeige beim Landratsamt". Dennoch "werden die Standorte mittlerweile teils gar als Toilette benutzt; wir haben nun schon Fäkalien gefunden", berichtete Mathias Auerbach.

Dass die Wirkung der städtischen Maßnahmen begrenzt ist, zeigt die Lage am Containerstandort Waldstraße: Erst am Dienstag hat der Bauhof von dort drei Multicar-Ladungen illegalen Mülls abtransportiert. Danach war das Areal laut Bauhofchef Holger Schubert besenrein. Gestern stand aber wieder ein großer Sessel vor den Behältern, dazu Tüten voller Toilettendeckel, Knüllpapier und ein scharfzackig ausgebrochenes großes Glasstück. Wenn - den Termin bestätigte EKM-Geschäftsführer Jens Irmer gestern - voraussichtlich zum 1. Januar der Wertstoffhof für Sperr- und anderen Müll von der Kohlenstraße ins Falkenauer Gewerbegebiet umzieht, fürchtet Auerbach, dass die Situation an den Containern noch schlimmer wird. Irmer hingegen fragt: "Warum setzen sich manche Bürger der Gefahr aus, Bußgeld zahlen zu müssen, obwohl vieles, was an den Containern abgelegt wird, kostenfrei im Wertstoffhof abgegeben werden kann - Sperrmüll mengenunbegrenzt?" Er kündigt scharfe Kontrollen an. Wenn sich ein Standort nicht in Griff bekommen lasse, werde er notfalls aufgehoben. Zuvor sollen Suchtrupps Müll auf Hinweise zu dessen Verursachern prüfen.

 
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Flöhaer Bauhof entsorgt illegale Müllberge
Kommentar: Müllverursacher ermitteln
 
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