Klassenstärke soll bleiben

Der Kreiselternrat fordert Integration ohne Abstriche an der Bildungsqualität. Das Gremium beschließt eine Resolution.

Brand-Erbisdorf/Mittweida.

Mit einer Fünf-Punkte-Resolution will der Kreiselternrat Mittelsachsen sicherstellen, dass die Integration von Flüchtlingskindern gelingt und dabei die Bildungsqualität nicht verloren geht. Die 46 Teilnehmer der Kreiselternratsvollversammlung verabschiedeten die Resolution am Sonnabend im Brand-Erbisdorfer Cottagymnasium einstimmig. Sie soll nun laut Kreiselternratsvorsitzendem Peter Lorenz an die Sächsische Bildungsagentur, das Kultusministerium, das Landratsamt und den Landeselternrat gehen.

Der Kreiselternrat Mittelsachsen fordert, dass die Anzahl der Kinder pro Klasse den Klassenteiler von 28 nicht überschreiten darf. Zudem sollen die zu integrierenden Kinder gleichmäßig auf alle Schulen verteilt werden. Der Anteil der Flüchtlingskinder pro Klasse und Schule dürfe 15 Prozent nicht übersteigen. "Bisher konzentriert sich alles auf die Städte Frankenberg, Freiberg, Mittweida und Döbeln", begründet Lorenz. Das sei erst der Anfang. Keiner wisse, was noch auf die Einrichtungen zukomme. "Deshalb ist es wichtig, neue Klassen zu bilden. Wir müssen an der Klassenstärke festhalten, damit es keine Abstriche in der Qualität gibt", erklärte Lorenz weiter.

Außerdem fordert der Kreiselternrat, dass Turnhallen an Schulen nicht als Aufnahmeeinrichtungen dienen dürfen. Auch die notwendigen Voraussetzungen, wie die Einstellung neuer Lehrer und die entsprechende Qualifizierung, müssten geschaffen werden. Immerhin rechnet Lorenz in nächster Zeit mit 400 bis 500 zusätzlichen Kindern, die in Mittelsachsens Schulen betreut werden müssen.

Als fünften Punkt fordert der Rat, die Elternvertreter frühzeitig in die Planungen einzubeziehen. "Der Landkreis muss es sich abgewöhnen, uns vor vollendete Tatsachen zu stellen", sagt der Kreiselternratsvorsitzende.

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