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Pascal Kaufmann vor der Stadtkirche in Augustusburg.

Foto: Hendrik Jattke

Vorfreude auf den musikalischen Anspruch

Der Augustusburger Kirchenmusiker spricht im Interview über seine erste eigene Konzertreihe, ein besonderes Instrument und weitere Pläne

erschienen am 17.05.2018

Augustusburg. Pascal Kaufmann (25) hat die Stelle als Kirchenmusiker in Augustusburg mit Neugier und Ambitionen angetreten. Die Ankündigung, das musikalische Leben in der Region zu bereichern, macht er jetzt mit einer ersten Konzertreihe wahr. Matthias Behrend hat mit ihm darüber gesprochen.

Freie Presse: Herr Kaufmann, seit Jahresanfang sind Sie Kirchenmusiker in Augustusburg. Haben Sie sich gut eingelebt?

Pascal Kaufmann: Ja, sehr gut. Ich habe nette Menschen kennengelernt und bekomme viel Unterstützung.

Sie haben schon ein paar Auftritte absolviert, und nun starten Sie Anfang Juni mit der Sommermusik Ihre erste Veranstaltungs-reihe ...

Ja, im Juni und Juli werden immer am Samstagnachmittag jeweils 13 und 15 Uhr 30-minütige Konzerte in der Stadtkirche stattfinden. Das soll nicht nur ein Angebot für die Augustusburger Musikfreunde sein, sondern auch für Besucher der Stadt, die vielleicht spontan gute Musik genießen möchten.

Anfang Mai gab es mit dem Frühlingskonzert schon mal einen Vorgeschmack. Waren Sie zufrieden mit der Resonanz?

Auf jeden Fall. Es waren etwa 150 bis 200 Besucher. Und es war natürlich schön, in der Zeitung zu lesen, dass eine spontane Besucherin aus Osnabrück begeistert vom Konzert und von der Musik war.

Es sind 18 Konzerte an neun Samstagen geplant. Möchten Sie eins besonders empfehlen?

Eigentlich nicht. Vielleicht aber erst mal das Eröffnungskonzert, bei dem ich zusammen mit meinem Bruder Markus auf der Orgel in der Stadtkirche spiele. Mein Bruder wird erstmals auf diesem Instrument spielen. Empfehlen kann ich aber alle Künstler, die bei der Sommermusikreihe auftreten. Wir haben ein abwechslungsreiches, sehr hörenswertes Programm konzipiert.

Sie haben einige Künstler aus der Region für die Konzertreihe gewinnen können ...

Ja, ich freue mich sehr, dass wir zum Beispiel die Sopranistin Heike Weiß aus Erdmannsdorf hören werden oder Renate Golde-Haase zusammen mit Dr. Susanne Steinert aus Augustusburg. Der lokale Aspekt ist schön, vor allem aber freue ich mich auf den musikalischen Anspruch, den diese Künstler mitbringen.

Am 30. Juni wird es ein Einweihungskonzert für einen Flügel geben. Was hat es denn damit auf sich?

Das ist ein echter Schimmel-Flügel, der bislang im Gemeindesaal stand. Den lassen wir gerade bei der Firma Hofmann in Chemnitz technisch überholen. Danach soll der Flügel im Altarraum der Stadtkirche aufgestellt werden. Ich finde den Klang des Flügels in der Kirche wunderbar. Das gibt uns viele musikalische Möglichkeiten - nicht als Ersatz für die Orgel, sondern als Ergänzung.

Wie viel Geld kostet die Überholung des Instruments?

Etwa 4000 Euro. Den neuen Lack sparen wir uns erst mal, aber die komplette Spielmechanik ist dann wieder in einem Top-Zustand. 2000 Euro Spenden haben wir bereits gesammelt, und ich bin zuversichtlich, dass wir die anderen 2000 Euro auch noch aufbringen werden.

Wird es die Sommermusik in Augustusburg auch in den nächsten Jahren geben?

So eine Konzertreihe ist ja immer ein Experiment. Wir werden sehen, wie die Resonanz ist, und wollen natürlich versuchen, die entstandenen Kosten wieder einzuspielen. Der Fußball-WM dürften wir jedenfalls nicht ins Gehege kommen, die Spiele beginnen frühestens 16 Uhr.

Gibt es schon weitere musikalische Projekte?

Ja. Für den 9. September plane ich ein Sinfoniekonzert in der Stadtkirche. Ludwig van Beethovens fünfte Sinfonie in c-Moll wird erklingen. Ich konnte 40 junge Musiker aus ganz Mitteldeutschland für diese Aufführung gewinnen. Am Tag zuvor erklingt die Sinfonie bei meinem Bruder im Dom zu Quedlinburg. Danach geht es mit Bussen nach Augustusburg. Ich glaube, die Aufführung so einer Sinfonie hat es in der Augustusburger Stadtkirche noch nicht gegeben.

 
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Vorfreude auf den musikalischen Anspruch
Ein Sommer voller Musik
 
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