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Gottfried Jubelt - Chef der Linken-Kreistagsfraktionaus Flöha

Foto: Claudia Dohle

Wird das Schülerticket billiger?

Der Verkehrsverbund überarbeitet gerade die Satzung zur Schülerbeförderung. Der Inhalt ist aber noch geheim.

Von Maria Fricke und Heike Hubricht
erschienen am 01.11.2017

Flöha. Gute Nachricht für Eltern: Der Zweckverband Verkehrsverbund Mittelsachsen (ZVMS) überarbeitet gerade die Schülerbeförderungssatzung. Das erfuhren die Kreisräte auf ihrer jüngsten Sitzung nach einer Anfrage von Gottfried Jubelt, Chef der Linken-Kreistagsfraktion, aus Flöha. Im Kreistag im Dezember werden die Politiker über die neue Satzung entscheiden. Diese könnte Eltern finanziell entlasten. Denn wenn Mittelsachsen den Vorschlägen des Kreises Zwickau folgt, der ebenfalls zum Zweckverband gehört, könnte der Eigenanteil der Eltern am Schülerticket sinken.

Bereits im Juni hatte der Zwickauer Kreistag beschlossen, dass der Landrat im Zweckverband eine Satzungsänderung anregen soll. Eltern von Erst- bis Viertklässlern, die auf den Bus angewiesen sind, sollen künftig nur noch 15 Euro zahlen. In Mittelsachsen zahlen Eltern von Schülern der 1. bis zur 4. Klasse derzeit einen Eigenanteil in Höhe von 110 Euro pro Schuljahr. "Dann müssten die Eltern 95 Euro weniger zahlen", so Kreisrat Jubelt. Eltern von Schülern ab der fünften Klasse sollten nach den Wünschen der Zwickauer 112,50Euro zahlen. In Mittelsachsen zahlen Eltern für ihre Kinder ab fünfter Klasse 145 Euro. Für die Busfahrt von Schülern von Schulen für geistig Behinderte soll nach den Zwickauer Plänen gar kein Eigenanteil mehr erhoben werden.

In Kraft treten soll die neue Satzung ab dem Schuljahr 2018/2019. In der Begründung des Beschlusses heißt es, dass Landrat Christoph Scheurer (CDU) bereits Gespräche mit Vertretern des Kreises Mittelsachsen und des Erzgebirgskreises geführt hat. Von dort sei Bereitschaft signalisiert worden. Die Satzung müsse noch in den ZVMS-Gremien beschlossen, dann von der Rechtsaufsicht genehmigt werden.

Dass es Gespräche zwischen den Landräten und dem Zweckverband gibt, bestätigen Landratsamt Mittelsachsen, mittelsächsische Mitglieder des VMS-Beirates Schülerverkehr sowie Verkehrsverbund Mittelsachsen. Über die Details schweigen sich die Beteiligten noch aus. "Mit den Landkreisen wird zum Schülerticket beraten. Zu gegebenem Zeitpunkt werden wir darüber ausführlich informieren", so Ines Kunze, Geschäftsbereichsleiterin Finanzen/Schülerbeförderung im ZVMS auf Anfrage von "Freie Presse". Kreissprecher André Kaiser sagt: "Das Thema Schülerbeförderung befindet sich in der Vorbereitungsphase für den Kreistag im Dezember. Dazu laufen Beratungen."

Fast 13.000 Schüler nutzen in Mittelsachsen den Schulbus, rund 1200 Kinder und Jugendliche werden im freigestellten Schülerverkehr mit Taxis, Mietwagen oder Kleinbussen befördert. Im gesamten ZVMS-Bereich gibt es fast 43.000Schüler, die den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) nutzen, rund 3200 sind mit Taxen, Mietwagen oder Kleinbussen unterwegs. 2011, als der ZVMS die geförderte Schülerbeförderung für Mittelsachsen, den Kreis Zwickau und den Erzgebirgskreis übernahm, war das Verhältnis noch etwas anders. Nutzen jetzt 88,5 Prozent der Schüler den ÖPNV, waren es vor sechs Jahren noch 75 Prozent. "Wir haben bisher schon viel erreicht", so VMS-Chef Harald Neuhaus.

Schon oft im Gespräch gewesen ist das kostenlose Schülerticket. 2013 hatte sich die SPD/Grüne-Fraktion im Kreistag mit einem Antrag dafür stark gemacht. Als Kompromiss galt das Bildungsticket, das die Regierungskoalition eigentlich in dieser Legislaturperiode einführen wollte. Doch aus dem Projekt wird nichts, auch weil sich Kreise und kreisfreie Städte dagegen wehrten - aus Angst vor Einnahme-Ausfällen und Zusatzkosten. (mit döa/sz)

 
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Wird das Schülerticket billiger?
Elternanteile für Ticket sind gestaffelt
 
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