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Foto: Eckardt Mildner

AfD sagt Bürgermeistern Kampf an

erschienen am 07.09.2017

Dorfchemnitz. Die AfD hat Bürgermeistern, die versuchen, Veranstaltungen der Alternativen für Deutschland in ihren Kommunen zu verhindern, den Kampf angesagt. Es gebe Bürgermeister, die seien es nicht wert, Bürgermeister zu sein, sagte Mike Monsek vom Kreisverband Mittelsachsen am Mittwochabend in Dorfchemnitz. Die Partei hatte dort zu einer Veranstaltung mit der AfD-Bundesvorsitzenden Frauke Petry eingeladen. Über 400 Gäste kamen.

Monsek, der als Wahlkampfmanager von AfD-Direktkandidat Heiko Hessenkemper auftritt, dankte während der Veranstaltung ausdrücklich dem Dorfchemnitzer Bürgermeister, Thomas Schurig (Freie Wähler), der der AfD den Gemeindesaal zur Verfügung gestellt habe. Andere Bürgermeister hätten sich nicht so verhalten. Monsek erinnerte in diesem Zusammenhang an die nächsten kommunalen Wahlen: "Dann werden wir uns die Bürgermeister holen."

Mitte August hatte die AfD mit einer Veranstaltungsankündigung für Aufsehen gesorgt. Damals wollte sie eine Wahlkampfveranstaltung im städtischen Dorfgemeinschaftshaus des Hainichener Ortsteils Riechberg durchführen. Die Flyer waren gedruckt. Doch Bürgermeister Dieter Greysinger (SPD) untersagte die Veranstaltung, weil der Ortschaftsrat das Ansinnen zuvor abgelehnt hatte.

Die AfD-Vorsitzende Frauke Petry wurde in Dorfchemnitz von den Gästen mit stehendem Applaus begrüßt. In ihrer Rede widmete sich die Petry dem Thema Identität. Sie ermunterte die Zuhörer die Errungenschaften der deutschen Geschichte hochzuhalten: Der latente Selbsthass anderer politischer Strömungen "sollte uns nicht die Gewissheit nehmen, dass Deutschland die Welt bereichert hat". Und weiter: "Der menschliche Alltag ist ohne deutsche Erfindungen nicht denkbar." (kok)

 

 
© Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG
 
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Kommentare
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  • 07.09.2017
    17:12 Uhr

    BlackSheep: @hkremss, so komplitziert wie Sie denken ist das nicht. Man wählt eine Partei, weil man von dem was die erzählen überzeugt ist, da unterscheidet sich der AfD Anhänger in nichts vom CDU Anhänger. Oder man wählt eine Partei um den etablierten zu zeigen das man mit der Politik dieser Partein nicht einverstanden ist. Diese Entscheidungen haben nichts mit Identitäsfindung zu tun, sondern mit der jeweiligen Überzeugung. Und da hilft es nicht, durch die Blume, zu behaupten die AfD Wähler kommen sonst nicht klar, mit solch einer aroganten Argumentation stärkt man die AfD.

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  • 07.09.2017
    15:07 Uhr

    hkremss: Es ist erstaunlich, dass Menschen mit Hilfe dieser Partei ihre Identität zu finden glauben. Aber es gab ja auch früher schon viele, die eine Partei brauchten, um zu wissen wo sie hin gehören und wie sie sich verhalten sollen. Andere schaffen das allerdings im Rahmen eines ganz normalen Reifeprozesses auch weitgehend ohne die Hilfe politischer Organisationen. Frau Petry verwechselt einmal mehr Selbsthass mit Selbstkritik bzw. Selbstreflexion. Auf der ganzen Welt gibt es niemanden, der Deutschland sein großes kulturelles Erbe oder seine hohe wissenschaftlich-technologische und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit abspricht. Ganz im Gegenteil, das genau ist der Grund, warum viele Menschen zu uns kommen wollen, wenn sie anderswo keine Hoffnung sehen. Und natürlich können wir sie nicht alle aufnehmen, das ist unmöglich. Aber wir müssen helfen, weil es uns besser geht, weil wir Einfluss haben, weil wir privilegiert sind, weil wir etwas abgeben können, ohne dass es uns ernsthaft weh tut. Unser Land ist ein reiches Land, ein sicheres Land, ein weitgehend friedliches Land. Das war aber nicht immer so. Von diesem Land sind Kriege ausgegangen, wie sie die Welt davor und danach nicht erlebt hat. Das konnte passieren trotz unsere kulturellen Erbes! Und wir konnten all unsere wissenschaftlich-technologische und wirtschaftliche Kraft einsetzen, um Europa in Schutt und Asche zu legen! Weil wir 'uns' für besser gehalten haben. Weil es Politiker gab, die den Menschen eingeredet haben, dass sie besser seien als andere, dass sie einfach nur stolz sein sollten, wie 'Deutschland die Welt bereichert' habe. Und da waren sie dann stolz und sind in alle Nachbarländer einmarschiert. Und das ist gerade mal ein Menschenleben her. Daran müssen wir uns erinnern und deshalb tragen wir Verantwortung. Das hat mit Selbsthass oder Schuldkult nichts zu tun, das ist Selbsterkenntnis. Es hätte auch anderen passieren können, doch es ist 'uns' passiert. Es waren nicht 'die Nazis', nein es waren unsere Vorfahren, die verblendet waren von nationalem Stolz und Überlegenheitsphantasien oder einfach nur Mitläufer, die das Maul nicht aufbekommen haben. Wer ist schon ein Held? Wer wäre heute ein Held? Politiker, die den Menschen einreden, bzw. sie darin bestätigen, diese kritische Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte sei nur Selbsthass und Schuldkult, den man überwinden müsse, ist ein Brandstifter. Das ist ein Politiker, der die Sorgen und Selbstzweifel der Menschen für eigene Machtinteressen ausnutzen möchte. Was ist denn das für eine kümmerliche 'Gewissheit', die man den Menschen angeblich nehmen will? Man stiftet nicht Identität, indem man sich selbst einredet, wie toll man ist oder indem man sich über andere erhebt oder andere klein macht. Wer das nötig hat, weiß überhaupt nichts. Das ist erbärmlich! Jeder Laienchor und jeder Trachtenverein schafft mehr Identität als die AfD!

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