Colmnitz feiert drei Jubiläen auf einen Streich

Feuerwehr, Dorfkirche und Rassezüchter sind die Geburtstagskinder. Doch wie bekommt man die unter einen Hut?

Colmnitz.

In Colmnitz steht ein großes Fest ins Haus. Feuerwehr, Dorfkirche, Rassekaninchen- und Rassegeflügelverein haben einen runden Geburtstag - und wollen gemeinsamfeiern: vom 20. bis 29.Mai mit einem Schul- und Heimatfest. Organisiert wird die Festwoche vom Heimatverein Colmnitz mit Unterstützung vieler Helfer, Handwerker undGewerbetreibender. Die freiwillige Feuerwehr: Sie wurde 1906 gegründet; wird also 110 Jahre alt. In Colmnitz spricht man von einem "Bazillus" Feuerwehr. Von diesem sollen gestandene Mitglieder ebenso befallen sein wie die der Jugendwehr. Ihr Tag zum Heimatfest ist der 21. Mai. Dann findet ein Treffen mit einem Wettbewerb historischer Handdruckspritzen statt. Angekündigt sind mehr als 35 Geräte aus Sachsen. Die älteste Spritze stammt von 1880. In den Hallen der Agrargenossenschaft gibt es eine Ausstellung zur Geschichte der Wehr, an der die Kameraden schonmonatelangarbeiten. Rassekaninchen- und Rassegeflügelzüchterverein: Beide Vereine begehen zum Heimatfest ihren 110. Geburtstag. Auf dem Festplatz ist eine Ausstellung mit Bildern und Sachzeugen aus der Historie von Colmnitz geplant. Die wird ergänzt durch eine Tierpräsentation. So können Besucher am Wochenende auch beim Schafscheren zuschauen.

Die Kirche: Ihr Geburtstag liegt am längsten zurück: Das Gotteshaus gibt es seit 850 Jahren. Zum Fest ist die Kirche offen, es werden Führungen angeboten. Die Kirche ist nachweisbar das älteste Colmnitzer Bauwerk. Es wurde mehrfach umgebaut. Ein datierter Stein zeigt das Datum 1166. Er befand sich wahrscheinlich in einem der Vorgängerbauten, der vermutlich eine schlichte Kapelle aus Holz war.

Das Fest: Ein Höhepunkt wird der historische Festumzug am Sonntag, dem 29. Mai, sein. Rund 580 Personen, 65 Pferde und 70 Kraftfahrzeuge gestalten etwa 100 Bilder. "Die Vorbereitungen laufen jetzt dreieinhalb Jahre. Doch es ist nach 16 Jahren wieder unser erstes Fest und dafür lohnen sich die Bemühungen", stellt Eckhard Schmieder, Vorsitzender des Heimatvereins, fest. Die Colmnitzer erwarten zum Fest auch zahlreiche Besucher aus dem nahen Freiberg. "Bis in die 1950er-Jahre gehörten wir ja zu Freiberg, doch seitdem wurden wir Freital zugeordnet", weiß Feuerwehrmann Lutz Uhlemann. Damals hätten sich viele Einwohner darüber geärgert, denn geschichtlich passe der Ort viel besser zur Berg- als zur Stahlstadt. Freiberg sei noch immer der nächste Anlaufpunkt für Einkaufen, Kino und Theater.

"Die Vorbereitungen laufen entspannt. Wir bekommen Unterstützung durch alle Vereine im Ort", ist der Chef des Heimatvereins zufrieden. Für viele Dorfbewohner sei es eine gute Gelegenheit, wieder mal miteinander ins Gespräch zu kommen. www.heimatverein-colmnitz.de

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