Der Zauber von Schloss Reinsberg

Welche Zukunft erwartet die Burganlage, die eine lange Geschichte hat? Für eine Sanierung sind Millionen erforderlich.

Reinsberg.

Es ist ein Traum vieler Reinsberger, dass ihr Schloss erhalten bleibt und wieder Leben einzieht. Dafür macht sich auch die Bürgerinitiative Kulturerbe Reinsberg stark. Derzeit aber steht das Schloss nebst Grundstück für eine Summe von 850.000 Euro zum Verkauf. Der spanische Besitzer könne es aus Altersgründen nicht mehr nutzen und möchte es loswerden, heißt es aus Bürgerinitiative. Allerdings würden die von einem künftigen Besitzer aufzubringenden Sanierungskosten, um Grundstück und Gebäude in irgendeiner Form nutzen zu können, auf mindestens fünf Millionen Euro geschätzt. Die Sorge der Reinsberger ist jetzt, dass das Schloss zwar wieder verkauft werden könne, allerdings weiterhin kein Geld für eine Sanierung und ein Nutzungskonzept da ist. Damit würde alles beim alten bleiben.

Anfang des vergangenen Jahres lag Schloss Reinsberg versteckt und zugewachsen hinter Birken, Buchen und Eichen. Die Mitglieder der Bürgerinitiative Kulturerbe Reinsberg haben es inzwischen von dieser grünen Umarmung befreit.

Aus der Schlossgeschichte: Um 1260 wurden die Burganlage und der Burggraben errichtet, Besitzer waren die Herren von Reinsberg. 1334 wurde der Ritter Berndt von Reinsberg namentlich benannt, 1380 Hermann von Reinsberg. 1404 war Ritter Hans von Schönberg der Schlossbesitzer. Im Dreißigjährigen Krieg wurde das Gebäude von kaiserlichen Truppen unter Marschall Holk gestürmt und weitestgehend zerstört. 1648 erfolgte der Wiederaufbau. Ab 1922 war es Wohnsitz der Familie von Schönberg, nach Kriegsende bis 1953 Parteischule der SED, 1975 erfolgte der Anbau des Südflügels, bis zur Wende war es Ferienheim des VEB Schwarze Pumpe und wurde umfassend saniert. Seit 1992 bis heute gehört es unterschiedlichen privaten Besitzern.

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