Die alten Motoren tuckern wieder

Zum 20. Oldtimertreffen in Brand-Erbisdorf gibt es einige Überraschungen. Für die Organisatoren sind mit dem Event jedoch die Grenzen des Machbaren erreicht.

Brand-Erbisdorf.

Seit November laufen die Vorbereitungen für das 20. Oldtimertreffen in Brand-Erbisdorf. Mittlerweile haben sich 120 Fahrer angemeldet, die am Wochenende 130 Fahrzeuge in Brand-Erbisdorf zur Schau stellen wollen. Erfahrungsgemäß werden am Samstag noch mal so viele Fahrzeuge nachgemeldet, sagt Hans-Jürgen Fischer vom Stadtverein Brand-Erbisdorf, der dabei die Verantwortung trägt.

"Die Fans kommen überwiegend aus der Region zwischen Chemnitz und Dresden. Ein Fahrer kommt aus Berzdorf, 170 Kilometer entfernt. Er hat die weiteste Anreise", erzählt Birgit Neuber vom Verein. Unter den Fahrern seien viele Stammgäste, manche sind tatsächlich schon zum 20. Mal dabei, andere zum ersten Mal, sagt Neuber. Der älteste Teilnehmer ist 90 Jahre und kommt mit einem alten Fiat aus Grimma angerollt, verrät sie. Insgesamt rechnet der Verein mit etwa 3000 Gästen, wenn das Wetter mitspielt.

Jetzt, in der heißen Phase, wirken gut 100 Ehrenamtliche mit, sagt Fischer. Und noch bevor das Event eigentlich stattfindet, müssten schon Absprachen fürs kommende Jahr getroffen werden. "Mittlerweile ist es schon an der Grenze des Machbaren", räumt Fischer ein. Dennoch bietet der Verein zum 20-Jährigen ganz besondere Höhepunkte:

Die Präsentation: Am Samstag ab 10 Uhr sind alle Fahrzeuge auf dem Marktplatz und in der Innenstadt platziert. Fischer: "Die Aufmerksamkeit gilt dann ganz den Oldtimern; die Fans genießen das Fachsimpeln."

Die große Ausfahrt: 12 Uhr starten die Oldtimer in zwei Gruppen. Die 57 Kilometer lange Route führt über Langenau, Kleinhartmannsdorf, Eppendorf, Gahlenz, Oederan, Breitenau bis zum Hetzdorfer Viadukt. Zurück geht es über Eppendorf, Großwaltersdorf, Gränitz und Langenau bis Brand-Erbisdorf.

Die Sonderschau: Zu einem ganz besonderen, vielleicht einmaligen Moment kommt es 14 Uhr, wenn 18 Opel-Motorräder an den Ort zurückkehren, an dem sie einst geschaffen wurden. Zu einem Fototermin vor dem Elite-Park rauschen die zweirädrigen Straßenkreuzer heran, um danach einen Abstecher auf den Markt zu machen, wo sie sich dem Publikum präsentieren. "Das ist eine ganz besondere Ehre und Freude für uns", betont Fischer. "Brand-Erbisdorf war schon immer mehr eine Industrie- denn eine Bergstadt, was damit einmal mehr deutlich gemacht wird." Denn kaum bekannt ist, dass nach dem Ende der Produktion von Elite-Fahrzeugen der Opel-Konzern Teile des Werkes übernahm und hier im Jahr 1927 damit begann, seine Motorräder vom Typ "Motor Sport" herzustellen. Leider stellte Opel 1928 die Fertigung der Zweiräder wieder ein, um sich danach ganz dem Automobilbau zu widmen. Entsprechend selten sind die Motorräder mit den markanten roten Reifen heutzutage.

Die Motorradstuntshow: Ein dritter Höhepunkt - schließlich ist es das 20. Oldtimertreffen - ist 15 Uhr der Auftritt von Motorradstuntfahrer Mike Auffenberg. Dafür wird auf der Bahnhofstraße ein Parcours aufgebaut. "Das ist eine große Herausforderung, weil die Straße abgesperrt werden muss. Dann kommt keiner rein und raus", sagt Fischer.


Für die Stimmung

Freitag, 14 Uhr: Kinder und Jugendliche können sich in Geschicklichkeit, Balance, Wissen und Kraft messen. Hüpfburg, Tombola und Kinderschminken gibt es an allen Tagen.

Samstag und Sonntag fährt von 13.30 bis 17 Uhr die Jugend- feuerwehr, ein Oldtimerbus bietet Mitfahrgelegenheiten an.

Samstag, 20 Uhr gibt es Discomusik mit MW Entertainment.

Sonntag, 10.30 Uhr beginnt die Morgenshow auf dem Markt, dieses Mal mit Thomas Lück und Andreas Holm.

13.45 Uhr beginnt die Schlagerparty mit René Bluhm. (cor)

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