Einbrüche in Geschäftsräume häufen sich in der Kreisstadt

Seit Mitte Januar hat die Polizei mehr als ein Dutzend Fälle aufgenommen. Die Täter sind offenbar auf Bargeld aus.

Freiberg.

In der Nacht zu gestern hat es in Freiberg erneut einen Einbruch gegeben. Laut Polizeibericht wurden Firmenräume an der Chemnitzer Straße durchwühlt. Die Täter hatten ein Fenster eingeschlagen und im Gebäude zwei Türen aufgebrochen. Der Wert der Beute sei noch nicht bekannt, der Sachschaden werde auf 5000 Euro geschätzt.

Seit Mitte Januar hat die Polizei mehr als ein Dutzend Einbrüche in der Kreisstadt gemeldet. In mehreren Fällen waren dabei auch Physiotherapie- und ähnliche Praxen betroffen. "Wir verzeichnen insbesondere Einbrüche in Firmen und Büroräume, wo die Täter wohl damit rechnen, vor allem Bargeld zu finden und Dinge, die sich schnell umsetzen oder verwerten lassen - wie zum Beispiel technische Geräte und Lebensmittel", erklärt Jana Kindt von der Polizeidirektion Chemnitz.

In etwa der Hälfte der Fälle sei es beim Versuch geblieben, so die Polizeisprecherin weiter. Aber: "Mitunter hinterlassen die Täter mehr Sachschaden als dass sie Beute machen." Mögliche Zusammenhänge zwischen einzelnen Straftaten würden geprüft, bestätigt Jana Kindt: "Es ist nicht auszuschließen, dass auch Täter dabei sind, die in Serie derartige Einbrüche begehen."

Neben den eigenen Ermittlungen, verstärkten Streifen und einer guten Zusammenarbeit mit dem Stadtordnungsdienst setze die Polizei auch auf Hinweise von Bürgern, die verdächtige Wahrnehmungen unmittelbar melden, erklärt Jana Kindt: "So haben wir die Chance, Täter auf frischer Tat zu stellen und diesen möglichst noch andere Einbrüche nachweisen zu können."

Der Stadtordnungsdienst war 2016 installiert worden, um die Sicherheitslage in Freiberg zu verbessern. Mit Erfolg, wie Jens Uhlmann als Leiter des Polizeireviers Freiberg vor dem Stadtrat konstatiert hatte. Demnach war die Anzahl der sogenannten Diebstähle unter erschwerten Umständen - wozu Einbrüche zählen - von 801 Fällen im Jahr 2015 auf 644 im Jahr 2016 gesunken. Die acht "Stadtsheriffs" hatten im vergangenen Jahr laut Sachgebietsleiter Martin Kittner 576 Einsätze im Auftrag der Polizei beziehungsweise zur Unterstützung und Amtshilfe.


Die jüngsten Meldungen

11. Februar, Bahnhofstraße: Türen zu Geschäftsräumen aufgehebelt, Bargeld in noch unbekannter Höhe entwendet: Sachschaden: 1000 Euro.

3. Februar, Kirchgasse: Eingangstür eines Mehrfamilienhauses eingetreten, der Täter wird offenbar gestört.

1. Februar, Chemnitzer Straße: Fenster zu einem Geschäft aufgehebelt, Bargeld gestohlen - Schaden rund 2000 Euro.

30. Januar, Petriplatz sowie Akademie- und Dresdner Straße: Jeweils Fenster eingeschlagen, in zwei Fällen etwas Bargeld entwendet. Sachschaden: mehrere hundert Euro.

26. Januar, Thielestraße: Täter dringen in ein Mehrfamilienhaus ein, scheitern aber an einer Wohnungstür. Etwa 500 Euro Sachschaden.

25. Januar, Parkstraße: Unbekannte suchen in der Nacht zum 26. Januar eine Praxis für Ergotherapie heim. Ihre Beute - ein Laptop und Bargeld - ist rund 250 Euro wert, der angerichtete Sachschaden etwa ebenso hoch.

24. Januar, Humboldtstraße: Mitarbeiter eines Geschäfts stellen fest, dass "Besuch" da war: Hundert Euro Bargeld fehlen, drei Türen sind demoliert - Schaden etwa 5000 Euro. (jan)

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