Flüchtlinge: OB Antonow ist für Solidarität mit Freiberg

Brand-Erbisdorf. Martin Antonow, Oberbürgermeister (OB) für Brand-Erbisdorf, steht zu seiner Aussage "Kulturelle Vielfalt tut jeder Stadt gut", die er kürzlich im MDR geäußert hatte. Das bekräftigte er bei einer Veranstaltung am Donnerstagabend im Sporthotel "Mönchenfrei", zu der der AfD-Bundestagsabgeordnete Heiko Hessenkemper unter dem Motto "Buntes Brand-Erbisdorf?!" eingeladen hatte. Schätzungsweise 150 Gäste waren der Einladung, darunter der OB, gefolgt.

Antonow hatte im Zusammenhang mit dem Freiberger Antrag auf einen Zuzugsstopp für anerkannte Flüchtlinge im MDR mit Blick auf die vom Landkreis Mittelsachsen aufwendig sanierte und nun leer stehende Asylunterkunft in seiner Stadt gesagt, es sei bedauerlich, dass es nicht dazu gekommen sei, dass die Verteilung der Flüchtlinge im Kreis von allen Schultern getragen werde.

Hessenkemper kritisierte Antonow scharf. Lokalpolitiker müssten Widerstand gegen die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung leisten, die zu Lasten der deutschen Steuerzahler und Sozialsysteme gehe, so der Bundestagsabgeordnete zusammengefasst in seinem Vortrag. Auf Hessenkempers Vorhaltung konkretisierte Antonow, er habe nicht gesagt: Mach die Tore hoch. Er habe darüber gesprochen, warum die Unterkunft leer stehe, es sei auch im Sinn der Bürger, dass Steuermittel nicht verschwendet würden. Bei der Verteilung der Flüchtlinge sei er für Solidarität mit Freiberg, man sei schließlich ein Wirtschaftsraum. Antonow: "Es geht nicht darum, Tür und Tor zu öffnen, sondern sich um die Menschen zu kümmern, für die wir einen gesetzlichen Auftrag haben." (fhob/cor)
 

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