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Dompfarrer Urs Ebenauer holt sich fast täglich ein Teilauto von der Mönchsstraße, um in umliegende Gemeinden zu gelangen: "Ich habe Carsharing zuvor schon in Dresden genutzt und mich informiert, ob es in Freiberg ähnliche Angebote gibt."

Foto: ECKARDT_MILDNER

Freiberg ist Carsharing-Oase im Landkreis

In Mittelsachsen ist die Initiative Teilauto bislang nur in der Kreisstadt aktiv. 200 Nutzer sind registriert - darunter die Diakonie und die Stadtverwaltung.

Von Lea Becker und Steffen Jankowski
erschienen am 12.10.2017

Freiberg. Für Roland Liebschner vom Diakonischen Werk Freiberg funktioniert das Carsharing in der Kreisstadt gut. "Die Autos sind in Ordnung, und es hat bisher auch noch nie Probleme mit der Verfügbarkeit gegeben", erklärt der Vorstandschef des Vereins, der sich insbesondere für behinderte Menschen, Menschen mit Problemen aller Art und Senioren einsetzt.

Die Diakonie verfüge selbst über mehr als 30 Fahrzeuge. In Spitzenzeiten griffen vor allem die Mitarbeiter der Beratungsstellen auf die vom Unternehmen Teilauto bereitgestellten Fahrzeuge zurück, so Liebschner: "Das lohnt sich speziell für längere Fahrten etwa nach Dresden oder Chemnitz mit kurzem Aufenthalt." Da nach Kilometern und nach Zeit bezahlt werden müsse, "rentieren sich fünf Kilometer Fahrt und vier Stunden stehen weniger." Für September seien der Diakonie 270 Kilometer berechnet worden.

Auch die Stadtverwaltung Freiberg nutzt das Carsharing gelegentlich, um Spitzenzeiten abzudecken. "Wir können dadurch auf das Leasing eines Kleinwagens verzichten, der uns rund 3600 Euro im Jahr kosten würde", rechnet Oberbürgermeister Sven Krüger (SPD) vor. Bei rund 500 Euro Jahreskosten für Teilauto würden also gut 3000 Euro gespart, so der Rathauschef.

Dass sich Carsharing auch für Privatpersonen lohnen kann, bestätigt Johannes Brink: "Ich zahle etwa 30 Euro im Monat - das ist billiger als ein eigenes Auto mit den ganzen Kosten für Versicherung, Steuern, Kraftstoff, Reparaturen und so weiter." Der 24-Jährige profitiert als Student zudem von ermäßigten Tarifen. Allerdings sei die Fahrzeugauswahl in Freiberg relativ begrenzt: "Es fehlt ein Transporter."

Derzeit ist Teilauto nach eigenen Angaben mit drei Kleinwagen, einem Kompakter und einem Siebensitzer in Freiberg vertreten. Sie stehen am Bahnhof, in der Beethoven-straße, in der Mönchsstraße (2 Fahrzeuge) und am Parkaus Altstadt in der Fischerstraße. Im Vergleich mit anderen Städten dieser Größe werde das Carsharing in Freiberg sehr gut angenommen, heißt es von der Leipziger Firma. Freiberg habe aktuell rund 200 angemeldete Nutzer.

Wie Franziska Wilhelm von Teilauto weiter sagt, habe es auch in Mittweida Gespräche über Carsharing mit Stadtverwaltung, Hochschule und Verkehrswende-Verein gegeben; allerdings konnte die Vor-Ort-Organisation nicht geklärt werden. In Brand-Erbisdorf habe eine Privatperson Teilauto nutzen wollen; es habe aber die lokale Vernetzung gefehlt. "Gerade in kleinen Orten ist es für uns wichtig, eine gewisse Grundauslastung absichern zu können. Nicht selten sind es Verwaltungen oder Firmen, die diese Mindestnutzung abdecken", so die Sprecherin. Wichtig seien auch engagierte Helfer vor Ort.

Die Freiberger Teilautos werden auch vom Partnerunternehmen Flinkster vermittelt. Das bundesweite Carsharing-Angebot der Deutschen Bahn Connect ist nach eigenen Angaben darüber hinaus in Dresden, Pirna, Chemnitz und Radebeul mit 300 Fahrzeuge an 216 Stationen vertreten. Rund 9000 Kunden nutzten das Angebot in dem Gebiet. Verschiedene Mitfahrzentralen im Internet unterstützen zudem das private Carsharing; darüber hinaus agieren klassische Autovermieter.

 
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