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Flankiert von der Freiberger Berg- und Hüttenknappschaft: OB Sven Krüger, Autorin Sabine Ebert, Andrea Riedel vom Stadt- und Bergbaumuseum, Baubürgermeister Holger Reuter, Ratsarchivarin Ines Lorenz, Arne Gorzolla, Geschäftsführer planenden Baubüros (von rechts).

Foto: ECKARDT MILDNER

Freibergs wichtigste Baustelle

Das Herderhaus in Freiberg wird bis 2021 saniert und erweitert. Für mehr als 15 Millionen Euro entsteht nun ein Ensemble, das dem Domviertel sein altes Gesicht wiedergeben soll.

Von Wieland Josch
erschienen am 13.06.2018

Freiberg. Aufgeladen mit Symbolik ist am späten Montagnachmittag der Grundstein für die Sanierung und Erweiterung am Herderhaus im Freiberger Domviertel gelegt worden. Der feierliche Akt wurde von der Stadt als Höhepunkt des ersten der "Silbernen Tage" zelebriert. "Ein spannender Tag geht jetzt ins Finale", merkte Oberbürgermeister Sven Krüger entsprechend an.

Bei diesem Finale wurde nicht mit Traditionen gegeizt. Als erstes stellten die Mitglieder der Historischen Freiberger Berg- und Hüttenknappschaft auf den Treppen des Herderhauses ein Foto nach, das im Jahr 1940 an gleicher Stelle aufgenommen worden war und auf dem die damaligen Knappen den Bergmannsgruß boten. Es war wohl die letzte Gelegenheit, in diesem Ambiente eine Nachfolgebild zu schaffen, denn von nun an verwandelt sich das Gebäude in die wichtigste Baustelle Freibergs.

In zwei Bauabschnitten wird zunächst das historische Gebäude, im 16. Jahrhundert errichtet und immer wieder Veränderungen unterworfen, saniert, später folgt ein Anbau. Hier soll ab April 2021 das Stadtarchiv einziehen. Lange sei nach einer Lösung dafür gesucht worden, die an verschiedenen Orten der Stadt verteilten Archivbestände an einem Platz zusammenzuführen, sagte Baubürgermeister Holger Reuter. Man habe sogar einmal einen Neubau auf der grünen Wiese erwogen. "Doch wie hat es schon der mittlerweile verstorbene Ehrenbürger Freibergs, Heinrich Douffet, formuliert: 'Ganz klar, das Archiv gehört ins Herderhaus'", zitierte Reuter. Doch zusätzlich brauchte es auch noch zwölf Millionen Euro Fördermittel, betonte Reuter.

Schnell habe sich herausgestellt, dass das historische Haus, in welchem Oberberghauptmann Siegmund August Wolfgang von Herder von 1817 bis 1838 lebte, nicht ausreicht, um alle Archivteile aufzunehmen. Deshalb kommt ein Anbau hinzu, welcher außerdem das Depot des Stadt- und Bergbaumuseums aufnehmen soll.

Arne Gorzolla, Geschäftsführer des mit der Planung beauftragten Baubüros Freiberg, zeigte sich optimistisch, was die Schwierigkeiten anbelangt, die unweigerlich bei der Sanierung solch historischer Bausubstanz auftreten. "Wir konnten ja beim Kornhaus schon einmal im Kleinen üben", sagte er. Derzeit sind auf dem Freigelände erste Arbeiten zur Nutzung von Erdwärme im Gang. "Das Archiv wird künftig ohne fossile Rohstoffe gekühlt und geheizt", so Gorzolla. "Mit dem Neubau wird außerdem ein Quartierschluss erfolgen, wie er auf alten Plänen verzeichnet ist." Das Gesamtensemble werde sich in die Altstadt einfügen, versprach er. Man arbeite mit vollem Respekt vor dem historischen Stadtkern.

Zum Abschluss der Feierlichkeiten am Montag wurde eine Zeitkapsel in einer Nische des Hauses eingemauert. Fotos, Baupläne und Zeitdokumente wurde in der Kartusche verschlossen. Hinzu kam noch die Glückwunschrolle, auf welcher die Freiberger und ihre Gäste seit Jahresbeginn ihre Gedanken und Wünsche notierten. "Sie ist vakuumiert, kann deshalb die Jahrzehnte gut überstehen", sagte Sven Krüger. Erst zum nächsten großen Jubiläum der Stadt soll die Rolle wieder aus ihrem Gelass hervorgeholt werden.

 
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Freibergs wichtigste Baustelle
Der Bau des Herderhauses
 
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