Fünf Schaufeln Dreck für 33 neue Häuser

Mit dem symbolischen Spatenstich hat gestern die Erschließung des neuen Wohngebiets Loßnitz am Rand von Freiberg begonnen. Ab April oder Mai kommenden Jahres sollen hier bereits die ersten Häuslebauer loslegen können.

Freiberg.

Noch besteht die Fläche im Großen und Ganzen aus Wiese. Die ersten Baufahrzeuge stehen schon bereit, die Einfahrt haben Bagger bereits umgepflügt. Bald schon soll hier im Münzbachtal am Rand von Freiberg ein neues Wohngebiet in die Höhe wachsen. Mit dem symbolischen ersten Spatenstich haben gestern die Erschließungsarbeiten für das Areal begonnen. Gregor Glöckner von der Sparkasse Mittelsachsen, Erik Lützner von der ausführenden Firma LSTW, Peter Hauk vom Baubüro Freiberg, Bauherr Bernhard Ochernal von Freiberger Baugrund GmbH & Co KG sowie Tiefbauamtschef Tom Kunze hoben jeweils eine Ladung Erde aus.

Zunächst wird nun die Zufahrt in Angriff genommen, hieß es gestern. Später folgen dann die Medien wie Strom, Wasser, Abwasser. 33 Grundstücke mit Größen zwischen 600 und 1400 Quadratmeter umfasst das Areal. Ochernal zufolge könnten bereits im April oder Mai kommenden Jahres die ersten Häuslebauer loslegen. Und davon gibt es einige. Ein Drittel der Grundstücke sei bereits mehr oder weniger verkauft, berichtet Ochernal. "Die Verträge sind in Arbeit."

Dabei darf das neue Wohngebiet ob seines Standorts im Außenbereich als umstritten gelten. Einzelne Stadträte hatten das Projekt kritisiert, da Fläche im Außenbereich der Stadt Freiberg versiegelt werde, während es innerhalb der Stadt noch genügend Entwicklungsmöglichkeiten gebe. In Eingaben an die Verwaltung fürchten Anwohner Mängel beim Hochwasserschutz.

Auf die kritischen Stimmen ging Peter Hauk vom Projektant, dem Baubüro, beim gestrigen Spatenstich auch noch einmal ein: " Die Bevölkerung im Münzbachtal hat uns viele Eingaben mit ihren Befürchtungen zukommen lassen", sagte Hauk. So habe es auch Stimmen gegeben, dass die Straße zur Autobahn werden könnte. Hauk bemühte sich, solche Ängste zu zerstreuen. "Es wird sich alles wieder auf den normalen Verkehr einregeln", versicherte er. Und fügte hinzu: "Die künftigen Schulkinder werden einen Fußweg zur neuen Schule erhalten." Auch versprach er einen Steinwall als Rückzugsgebiet für den Kammmolch.

Auch im Stadtrat war am Ende eine deutliche Mehrheit für das Projekt zustande gekommen. Die Räte folgten der Argumentation der Stadtverwaltung, wonach großer Bedarf an Baugrundstücken bestehe, andere Flächen aber nur langfristig entwickelt werden könnten. Und auch beim Thema Hochwasserschutz habe das Rathaus die Pläne gründlich geprüft, hieß es in der entscheidenden Stadtratssitzung.

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