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Mit Spaß bei der Sache: Kantor Albrecht Reuther studiert erste Lieder mit den Kindern ein.Foto: Wieland Josch

Foto: Wieland Josch

Mit Gesang durch die biblische Geschichte

Zum 16. Mal findet in Siebenlehn eine Kindersingwoche statt. 49 Mädchen und Jungen studieren das Musical "Elia - Knatsch mit dem König" ein. Sogar ein Feuerwehrmann hilft dabei.

Von Wieland Josch
erschienen am 14.02.2018

Siebenlehn. Mit viel Trara beendet der Hort der Grundschule Siebenlehn gerade seinen alljährlichen Faschingsrundgang durch die Stadt. Bepackt mit vielen Süßigkeiten, kehren kleine Hexen, Indianer, Zauberer und Prinzessinnen von ihrem fröhlichen Raubzug zurück und machen sich nun im großen Spielzimmer über ihre Beute her.

Derweil geht es eine Etage darüber in anderer Weise konzentriert zu. Wie jedes Jahr in der ersten Winterferienwoche sind hier zahlreiche Gäste anzutreffen, die in den Klassenzimmern unterschiedlichen Tätigkeiten nachgehen. In einem Raum ist Jens Fischer, Pädagoge der Kirchgemeinde Nossen, dabei, aus einer noch recht aufmüpfigen Rasselbande, die unruhig auf ihren Stühlen hin und her rückt, Schauspieler zu machen, die im Laufe der nächsten Tage in eine Rolle schlüpfen sollen. Wer beispielsweise eignet sich als König Ahab? Wer ist als Baalspriester gut besetzt?

Im Nebenzimmer scheint man schon ein wenig weiter. Dort werden bereits erste Lieder gesungen. Albrecht Reuther, Kantor der Gemeinde Nossen, sitzt an einem Synthesizer, gibt die Einsätze und die Kinder folgen ihm schnell. Es wird gesungen von Dürre und Verfolgung, von Gottesurteil und Gottesgnade. Kein Wunder, dass der Kantor hin und wieder einen Scherz einbaut, um dem Ganzen ein wenig den Ernst zu nehmen.

Zum 16. Mal, ganz genau weiß es Albrecht Reuther aber nicht, findet die Kindersingewoche in Siebenlehn statt. Mit 49 Teilnehmern sind es diesmal deutlich mehr als im vergangenen Jahr. Intensiv wird in den nächsten Tagen geprobt, damit am kommenden Sonntag, um 15.30 Uhr im Saal des Hotels "Schwarzes Ross" die Aufführung des Kindermusicals "Elia - Knatsch mit dem König" perfekt über die Bühne geht. Die Kompositionen stammen von Albrecht Reuther selbst, die Texte kommen von Diakon Christoph Birkner.

"Damit die Woche nicht nur in Arbeit für alle mündet, gibt es ein kleines Rahmenprogramm", erzählt Albrecht Reuther. "Dabei versuchen wir immer, einen Bezug zu der Geschichte auf der Bühne herzustellen." Und da bei der alttestamentarischen Überlieferung über den Propheten Elia Feuer eine nicht unwesentliche Rolle spielt, hat man einen Feuerwehrmann eingeladen, der Lehr- und Hilfreiches zum Umgang mit diesem Element zu erzählen und vorzuführen hat. "Das Angebot der Singewoche richtet sich an Kinder von der 1. bis zur 7. Klasse", so Reuther. "Sie kommen nicht nur aus Siebenlehn oder Nossen, sondern aus Freiberg, Kettwitz, Deutschenbora sowie Hirschfeld."

Seit bald 13 Jahren ist Albrecht Reuther für die Veranstaltung verantwortlich. Spaß macht es ihm immer noch, und das überträgt sich auf die kleinen Sänger und Schauspieler, die an diesem Faschingsdienstag zusätzlich mit Pfannkuchen bei Laune gehalten werden. "Es wäre sehr schön, wenn wir den Saal am Sonntag richtig voll bekommen", sagt der Kantor. Die Veranstaltung ist kostenlos, doch wird um eine Kollekte gebeten, die dafür gedacht ist, dass die Singewoche auch im nächsten Jahr wieder stattfinden kann. Vor allem die Aufführung selbst mit Tontechnik und Musikern muss bezahlt werden.

Mit dem "Elia" wird übrigens zum ersten Mal eines von Reuthers eigenen Stücken wiederholt. Erstmals kam es 2013 zur Aufführung. "Das ist jetzt nicht der Versuch, es einfach noch einmal zu machen", sagt der Komponist. "Es soll schon etwas Neues daraus werden." Wie sehr das allen Beteiligten gelungen ist, davon kann man sich am Sonntag überzeugen.

 
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