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Von null auf hundert: Henriette Rode ist neue Vorsitzende des Kreiselternrats. Sie will den Kontakt zu den Eltern intensivieren.

Foto: ECKARDT_MILDNER

Neu im Gremium - und gleich auf dem Chefsessel

Eine Frau leitet nun den Kreiselternrat. Henriette Rode aus Conradsdorf bei Freiberg hat schon ihre Erfahrungen mit Lehrermangel, Schülerbeförderung und Quereinsteigern.

Von Frank Hommel
erschienen am 03.11.2017

Conradsdorf/Weißenborn. Es ist mitnichten so, dass sich Henriette Rode nicht schnell genug geduckt hätte, als es in der entscheidenden Sitzung darum ging, die Posten zu verteilen. Nein, sagt sie. "Ich habe mich schon gemeldet und gesagt, dass ich das machen würde." Und so ist sie es auch geworden, die neue Vorsitzende des Kreiselternrats in Mittelsachsen, und damit sitzt Henriette Rode (31) einem Gremium vor, das ob der unermüdlichen Arbeit ihres langjährigen Vorgängers Peter Lorenz aus Penig einiges an Gewicht bekommen hat.

"Die Fußstapfen von Peter Lorenz sind groß", sagt Henriette Rode. Und dennoch will die junge Mutter aus Conradsdorf bei Freiberg eigene Spuren hinterlassen. Ihr Sohn ist eben erst in die Schule gekommen, sie also eben in den Kreiselternrat, schon geht sie voran. Auch wenn sie bisher in keinem Elterngremium Erfahrung sammeln konnte. Das ist kein Nachteil, sagt sie: "Ich habe mich immer schon für Sachen eingesetzt, bei denen ich mit dem Herzen dabei war." Peter Lorenz will sie weiter fachlich unterstützen. Das freut sie, und das hilft ihr sehr, wie sie bekennt. Doch im Gespräch lässt sie keinen Zweifel daran, dass sie mit der Zeit mit ihren Elternratskollegen ein eigenes Profil gewinnen will. Um die gewichtigsten Themen sächsischer Bildungspolitik zu kennen, brauchen Eltern heutzutage keine jahrelange Erfahrung.

In der Grundschule, die Henriette Rodes Sohn besucht, gibt es so viele Lehrer wie Klassen, berichtet sie. Fällt ein Pädagoge aus, rücken Schüler zusammen, betreuen Kollegen mehrere Klassen oder Jahrgänge gemeinsam. Die Klassenlehrerin ihres Sohnes ist eine Quereinsteigerin. "Ich finde, man sollte den Quereinsteigern alle Chancen geben", sagt Henriette Rode. "Warum sollte nicht einmal ein neuer Wind durchs Klassenzimmer wehen? Die Lehrerin meines Sohnes ist super - und auch das, was sie macht."

Dann ist da noch das Thema Schülerbeförderung. Nicht nur, dass Kinder kilometerweit übers Land gefahren werden. Fahrtzeiten, sagt Henriette Rode, sind nicht optimal auf Unterrichtszeiten abgestimmt. "Mal müssen die Schüler rennen, um den Bus zu schaffen, mal stehen sie eine Stunde in der Kälte. Früher kam man aus der Schule und der Bus stand da. Das gibt es heute so kaum noch. Ich finde, da machen es sich die Unternehmen zu einfach."

Im Elternrat will sie Kontakte zu den Eltern verbessern. "Ich glaube, viele Eltern wissen gar nicht, wo sie sich mit ihren Problemen hinwenden können", sagt sie. Noch sei es zu früh, öffentlich über mögliche Strategien dafür wie Flyer, Plakate, Veranstaltungen oder soziale Netzwerke zu sprechen. "Nächste Woche gibt es ein erstes Treffen, da wollen wir uns darüber austauschen."

Klar ist: Der Elternrat soll die Interessen aller Regionen im Kreis gleichrangig vertreten. Auch wenn die stellvertretende Chefin Nicolle Möller ebenfalls aus dem Raum Freiberg kommt. Bei der Besetzung der Arbeitsgruppen wurde darauf geachtet, Vertreter aller Regionen dabeizuhaben, sagt Henriette Rode. Und verspricht: "Wir kämpfen für ganz Mittelsachsen."

 
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