Protestaktion an Freiberger Uni-Baustelle

Rechte Bewegung tritt gegen Gendern ein

Freiberg.

Mit einer Aktion haben Mitglieder der sogenannten "Identitären Bewegung Dresden" jetzt in Freiberg für Aufmerksamkeit gesorgt. Auf der Baustelle am Messeplatz, wo das Zentrum für effiziente Hochtemperatur-Stoffumwandlung und eine neue Hochschulbibliothek entstehen, brachte die Gruppe am Dienstag auf dem Ausleger eines Krans ein Plakat mit der Aufschrift "Genderwahn stoppen" an. Wie es auf der Facebook-Seite der Gruppe heißt, wolle man damit gegen "eine überbordende Genderideologie" protestieren. Hintergrund seien "laut gewordene Forderungen nach Transgender-Toiletten in der Unibibliothek" sowie das "Durchgendern der Studienordnungen".

Auf die Frage der "Freien Presse", wie Rektor Prof. Klaus-Dieter Barbknecht die Aktion bewertet, erklärte die Pressestelle, nicht der richtige Ansprechpartner zu sein, da Bauherr der Staatsbetrieb Immobilien- und Baumanagement (SIB) sei. Aus der Behörde hieß es, bisher keine Anzeige erstattet zu haben, allerdings solle künftig die Baustelle vorsorglich bewacht werden.

Im Frühjahr dieses Jahres warnte das Bundesamt für Verfassungsschutz vor einer weiteren Radikalisierung der rechten "Identitären Bewegung". Deren Chef Hans-Georg Maaßen damals: "Es liegen mittlerweile vielfache Erkenntnisse zu Kontakten und Verflechtungen der 'Identitären' mit rechtsextremistischen Personen oder Gruppierungen vor, so dass wir von einer rechtsextremistischen Einflussnahme ausgehen." (acr/dpa)

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