Warnstreik in der Molkerei Hainichen-Freiberg

Freiberg .

Rund 60 Mitarbeiter der Molkerei Hainichen-Freiberg sind am Dienstagnachmittag in einen zweistündigen Warnstreik getreten. In einer Kundgebung vor den Werkstoren an der Leipziger Straße in Freiberg forderten sie ihr Unternehmen auf, den aktuellen Manteltarifvertrag der Branche für ihr Unternehmen anzuerkennen oder aber auf der Basis des Vertrags einen entsprechende Betriebsvereinbarung mit der Gewerkschaft Nahrung Genuss und Gaststätten (NGG) abzuschließen. Für die Mitarbeiter würde das unter anderem eine Verkürzung der Wochenarbeitszeit von 41 Stunden auf 40 Stunden sowie eine verbesserte Eingruppierung in die Lohngruppen bedeuten, sagte Dirk Landsmann, der stellvertretende Betriebsratschef. Das Unternehmen weigere sich, mit der Gewerkschaft überhaupt zu sprechen. Der Betriebsrat dürfe rechtlich Gehaltsverhandlungen gar nicht führen.

Die Molkerei Freiberg Hainchen mit rund 300 festangestellten und rund 100 Leiharbeitern ist ein Tochterunternehmen der Käserei Champignon Hofmeister und des Joghurt-Herstellers Ehrmann, beide in Bayern. Dort beträgt die Wochenarbeitszeit dem Freiberger Betriebsratsmann Dirk Landsmann zufolge 38 Stunden. Das Unternehmen hat eine Stellungnahme angekündigt. (mer/fhob)

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