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Angela Kugler-Kießling, Leiterin der Abteilung Wissenschaftlicher Altbestand, zeigt ein Buch von Abraham Gottlob Werner mit linguistischen Sprachvergleichen und Dialekten aus 67 Ländern.

Foto: Eckardt Mildner

Werner in der analogen und digitalen Welt

Zum 200. Todestag des Freiberger Gelehrten Abraham Gottlob Werner wurde gestern eine Ausstellung in der Universitätsbibliothek eröffnet. Zudem stehen seine Arbeiten jetzt auch digital zur Verfügung.

Von Stefanie Horn
erschienen am 08.06.2017

Freiberg. "Wir wollen ehren was du erschufest" lautet der Titel einer neuen Sonderausstellung in der Universitätsbibliothek der TU Bergakademie Freiberg. Beleuchtet werden darin die vielen Facetten des Lebens von Abraham Gottlob Werner (1749-1817), dessen Todestag sich in diesem Jahr zum 200. Mal jährt. Der Freiberger Gelehrte gilt als Vater der modernen Geologie und Mineralogie.

Die Ausstellung widmet sich laut dem Ankündigungstext zum einen dem Menschen Abraham Gottlob Werner, der als Kind durch die gräflich Solmsschen Hüttenwerke streifte, seine Profession in der Entwicklung der Geowissenschaften fand und der schon von Kindesbeinen an eine ganz besondere Begabung für Sprachen zeigte. Es geht aber auch um den Gelehrten, dem man so viel Achtung entgegenbrachte, dass man widerlegte Erkenntnisse Werners als eigene Fehler ansah und dem Kollegen, Schüler und Freunde ein Denkmal setzte, das nicht seine Verdienste um die Wissenschaft hervorhob, sondern seine Irrtümer verewigte. Zudem wird der Mann Abraham Gottlob Werner betrachtet. Denn in den Salons galt er als interessante Person und wurde als durchaus gute Partie bezeichnet.

In einen Vortrag wurde zur Eröffnungsveranstaltung das geowissenschaftliche Vermächtnis Werners beleuchtet. Präsentiert wurden damit die Ergebnisse einer 20 Jahre andauernden Recherche von Christian Schubert. Auf Grund eines Augenleidens konnte dieser seine Ausarbeitungen jedoch nicht selbst präsentieren und überlies das Wort Professor Friedrich Naumann.

Ein weiterer Punkt bei der Eröffnung war die Freigabe eines sogenannten "Werner-Portals". Damit stehen in Zukunft circa 2600 bisher unveröffentlichte Arbeiten Werners der Öffentlichkeit zur Verfügung. "Neben den geologischen und montanwissenschaftlichen Arbeiten werden erstmals auch seine linguistischen Studien publiziert", erklärt die Bibliotheksleiterin Susanne Kandler. Ermöglicht wurde das Portal dank des Landesdigitalisierungsprogrammes für Wissenschaft und Kultur des Freistaates Sachsen.

Die Ausstellung gehört zum Rahmenprogramm des Werner-Symposiums anlässlich des 200. Todestages des Gelehrten vom 29.Juni bis 1. Juli an der TU Bergakademie Freiberg. Anmeldungen sind noch möglich. Der Festvortrag zur Freimaurerei von Prof. Klaus-Jürgen Grün am 30. Juni ist öffentlich.

 
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