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Am 21. April 2017 war im Waldgebiet bei Altenberg im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge ein Wolf in die Fotofalle getappt.

Foto: Archiv/privat Bild 1 / 2

Amtlich: Wolf streicht um Rossau

Experten haben bestätigt, dass es sich bei den Fotos, die ein Jäger nahe Seifersbach schoss, tatsächlich um das Wildtier handelt. Es ist der zweite Nachweis in Mittelsachsen.

Von Ute George
erschienen am 05.01.2018

Rossau. Für Jäger und Jagdpächter Thorsten Backhaus war es die erste Begegnung in freier Wildbahn: Der Wolf hat jetzt auch der Mittweidaer Region einen Besuch abgestattet. Am 20. Dezember gegen 15.30Uhr habe er ein Exemplar am Ortsausgang Seifersbach gesehen. "Es stand auf dem Rapsfeld nahe der Tankstelle", berichtet der Jäger. Es ist bereits der zweite Wolf, der nachweislich in Mittelsachsen gesichtet wurde.

Nur einmal habe er den Wolf gesehen. "Mir ist nicht bekannt, dass er Tiere gerissen hat. Er sah aber gut genährt aus", berichtet Backhaus. Mit dem Handy hat er Aufnahmen von dem Tier geschossen und an den Staatsbetrieb Sachsenforst sowie an das Kontaktbüro Wölfe in Sachsen geschickt. "Das Foto lässt vermuten, dass es sich tatsächlich um einen Wolf handelt, eine 100-prozentige Bewertung lässt die Qualität der Aufnahmen leider nicht zu", erklärte Bernd Ranft, Referent beim Staatsbetrieb Sachsenforst. Dem Forstbezirk lägen keine Meldungen über gerissene Schafe oder Mufflons in der Region vor. Auch das Landratsamt Mittelsachsen hat weder Meldungen von Wolfssichtungen in der Region Mittweida, noch von gerissenen Nutztieren erhalten, wie Pressereferentin Cornelia Kluge erklärte.

Doch das hat nicht viel zu sagen. "In den vergangenen zwei bis drei Jahren gab es hin und wieder Berichte über gesichtete Wölfe durch Jäger oder Spaziergänger. Meist konnten die Sichtungen nicht endgültig bestätigt werden. Wölfe wandern über weite Strecken, und deshalb sind einzelne Durchzügler nicht ausgeschlossen", sagt Ranft. Meist seien es Jungwölfe, die große Strecken zurücklegen. "So wurden im vergangenen Jahr Wölfe auch in Nordsachsen, im Vogtland und im Osterzgebirge beobachtet", so Ranft.

Tatsächlich war am 21. April 2017 im Waldgebiet bei Altenberg im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge ein Wolf in die automatische Fotofalle getappt. Im Landkreis Mittelsachsen war der Wolf am 17. April etwa sieben Kilometer östlich von Döbeln nachgewiesen worden. Laut Kontaktbüro Wölfe Sachsen war einer Privatperson ein Foto gelungen, das als eindeutiger Nachweis eingestuft wurde.

Und auch im Fall des gesichteten Tieres bei Rossau handelt es sich tatsächlich um einen Wolf, erklärte Kontaktbüro-Mitarbeiter Philipp Kob: "Nach Sichtung der Fotos und des Videos konnten Wolfsexperten des Lupus-Instituts einen sicheren Nachweis bestätigen." Da es jedoch im Raum Mittweida bisher keine aktuellen Hinweise auf Wolfsvorkommen gebe, handele es sich dabei möglicherweise um ein Jungtier auf Wanderschaft. Das sei jedoch nur eine Vermutung. Thorsten Backhaus hofft, dass Isegrim nur auf der Durchreise war. Er fürchtet ansonsten um den Mufflonbestand. "Es gibt mindestens zwei Herden im Rossauer Revier und am Treppenhauer bei Sachsenburg", weiß er. "Eine einzelne Sichtung gibt keinen Anlass zur Annahme, dass Wölfe das Gebiet dauerhaft besiedelt haben oder gar Junge aufziehen. In unserem dicht bewohnten Gebiet ist dies eher unwahrscheinlich", beruhigt Ranft.

 
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