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Das wollen die Jungwähler wissen

Bevor sie im September zum ersten Mal bei der Bundestagswahl abstimmen, stellen drei junge Leute den Kandidaten ihre Fragen. Die "Freie Presse" begleitet sie auf dem Weg bis zur Entscheidung.

erschienen am 15.07.2017

Freiberg. Drei Erstwähler hat die "Freie Presse" gebeten, den Direktkandidaten aus dem Wahlkreis Fragen zu stellen, die sie im Bundestagswahlkampf interessieren. Doch auch andersherum ist die Neugier bei Bundespolitikern groß, wie zwei Beispiele aus Ostdeutschland zeigen. Norbert Müller und Marian Wendt sind Bundestagsabgeordnete - und beide widmen sich Themen, die mit Jugendlichen zu tun haben.

Norbert Müller ist 1986 geboren und sitzt für die Partei Die Linke im Bundestag. Er ist dort Mitglied in der Kinderkommission und im Familienausschuss. Unter "Jugend" versteht der Potsdamer eine Zeit, die bis ins dritte Lebensjahrzehnt reichen kann: "Junge Menschen werden heutzutage später selbstständig." Den Grund dafür sieht er in schlecht bezahlter Beschäftigung, die gerade junge Menschen häufig betreffe.

Auch Marian Wendt von der CDU pflegt den Kontakt zu Jugendlichen in seiner Geburtsstadt Torgau in Nordsachsen. Der 32-Jährige ist Mitglied des Innenausschusses und stellvertretendes Mitglied im Familienausschuss.

"Junge Erwachsene wollen sich etwas aufbauen", sagt Wendt. Daher hätten sie Fragen zu Bau- und Kindergeld sowie Kitaplätzen. Jugendliche dagegen fragten: "Wie kann der Staat mir helfen, die richtige Ausbildung zu finden?"

"Zeitpolitik" ist Thema vieler Gespräche von Jugendlichen mit Müller. Durch die Bachelor-Reformen hätten sie weniger Freizeit. "Viel kreative Zeit am Nachmittag ist verlorengegangen", sagt Norbert Müller.

Auch über die Rente machen sich junge Leute Gedanken, so Müllers Erfahrung. "Der erste Rentenbescheid kommt oft mit Mitte zwanzig", erklärt er. Er nimmt eine große Desillusionierung unter den Jugendlichen wahr. "Es fehlt das Grundvertrauen in den Sozialstaat", sagt er.

Dabei fänden Belange von Jugendlichen durchaus Gehör im Bundestag, sagt Marian Wendt. "Generationengerechtigkeit, Kinderrechte und unbegleitete minderjährige Flüchtlinge sind stark im Fokus." Für ihn spielte das Thema Sicherheit in seiner Jugend eine große Rolle. "Wir haben darüber in der Klasse diskutiert", berichtet er. "Wir waren ein sehr konservativer Jahrgang." Auch heute fänden viele Jugendliche Gefallen an konservativen Themen, beobachtet Marian Wendt.

"Als Kind der späten 1990er-Jahre war Antifaschismus ein prägendes Thema für mich", erzählt Müller. Er sei bedroht und überfallen worden und habe zeitweise das Haus nicht ohne Pfefferspray verlassen können. Ein weiteres Schlüsselerlebnis waren Radioberichte vom Start der Tornadoflieger im Kosovokrieg. (jreb)

 
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