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Katja Jaroschewski hatte 2017 ihre Blumenzwiebeln "Hommage an Karl Blossfeldt" genannt. Die drei Objekte findet man im Garten des Mittweidaer Stadtmuseums.

Foto: Falk BernhardtBild 1 / 5

Die "Kunst am Wasser" wird volljährig

An der Talsperre sollen im Juli unter freiem Himmel drei neue Objekte für den Kunstwanderweg rund um den Stausee entstehen. Die Jury hat entschieden, wer sich dort verewigen darf.

Von Falk BERNHARDT
erschienen am 17.05.2018

Hainichen/Höfchen. Drei Erdkugeln auf den Umrissen der Talsperre, ein japanischer Flussgeist und eine wie ein Instrument bespielbare Holzskulptur. Abwechslung ist in der letzten Juliwoche am Stausee in Kriebstein garantiert, wenn im Bereich des Hotels in Höfchen die "Kunst am Wasser" ihre 18. Auflage erlebt und damit "volljährig" wird. Im Vereinshaus des Mittelsächsischen Kultursommers (Miskus) in Hainichen wurden gestern die diesjährigen Teilnehmer des Holzbildhauersymposium vorgestellt. Insgesamt 17 Künstler hatten Bewerbungen eingereicht, darunter ein Belgier, eine Polin, ein Rumäne, ein in Berlin lebender Chinese und ein Bürger der Elfenbeinküste. "So international waren wir noch nie ", erklärte Jurymitglied Olaf Hanemann, Geschäftsführer des Miskus. "Wir sind positiv überrascht. Wir beobachteten seit einiger Zeit eine steigende Tendenz ausländischer Bewerber, auf die wir uns einstellen möchten."

Zu Jury gehören weiterhin Thomas Caro, der Geschäftsführer des Zweckverbandes Kriebsteintalsperre, Susann Seidel vom Sponsor Wasserweckverband ZWA Hainichen und Enrico Kletke. Der freiberuflicher Holzbildhauer aus Mittweida wird erneut die Leitung des Symposiums übernehmen. Er freut sich schon auf neue Teilnehmer. Mit Urban Stark ist auch ein Künstler dabei, der bereits im Vorjahr an der Talsperre seine Spuren hinterlassen hat. Dieses Mal überzeugt er die Jury mit dem Projekt "Kunst bringt die Welt nach Kriebstein". Das sind drei bemalte Weltkugeln, die dann auf einem Relief der Talsperre stehen sollen.

Die aus Thüringen stammende Doreen Weinhold punktete mit "Flusskind", einem in Japan beheimateten Mischwesen aus Frosch, Affe und Schildkröte. Dieser Geist soll die Heimatgewässer und deren Bewohner beschützen. Das Künstlerpaar Anna und Michael Rofka aus Konstanz will unter dem Titel "Xylophon" eine gut zwei Meter hohe und bespielbare Holzskulptur bauen. Alle drei Objekte passen nach Ansicht der Jury hervorragend zum diesjährigen Thema "Wasser verbindet - die Kunst und die Welt" und der neuen Ausrichtung des Symposiums in der 25. Jubiläumssaison des Miskus.

Parallel zur Holzkunst wird erstmals ein Singer-Songwriter-Sommercamp stattfinden. Die teilnehmenden Musiker sollen junge Talente im Alter von 14 bis 19 Jahren aus Mittelsachsen sein, die gemeinsam mit Vertretern des Musikverlages "Oh, my music!" aus Dresden neue Lieder erarbeiten. Angeleitet und unterstützt werden sie dabei von Profimusikern aus Australien, die auf ihrer Deutschlandtour für zehn Tage beim Miskus gastieren.

Über die künftigen Standorte der Kunstwerke soll erst mit ihren Erschaffern vor Ort entschieden werden. Neu ist in diesem Jahr die Ehrung der Teilnehmer, die innerhalb des Talsperrenfestes auf der Bühne in Kriebstein geplant ist. Während der "Bauzeit" sind Besucher vom 25. bis 29. Juli täglich eingeladen, den Holzbildhauern über die Schulter zu schauen. Gearbeitet wird wie im Vorjahr im Uferbereich der Bootsanlegestelle in Höfchen. Der Kunstwanderweg um die Talsperre um fasst aktuell 46 Objekte, die in einem Faltblatt aufgelistet sind. Weitere der insgesamt mehr als 50 Kunstwerke findet man im Umkreis, zum Beispiel am Wasserturm Mittweida.

 
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