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Die nächste Vollsperrung kommt bestimmt

An der Bundesstraße 169 in Frankenberg wird im dritten Jahr in Folge gebaut. Für 2018 ist nun der nächste und vorerst letzte Abschnitt geplant. Die "Sprungschanze" ist dagegen schon Geschichte.

Von Falk Bernhardt
erschienen am 13.09.2017

Frankenberg. Berufspendler zwischen Hainichen und Frankenberg haben mittlerweile Erfahrung: Die Bundesstraße 169 zwischen Autobahnanschlussstelle und Frankenberg ist mal wieder gesperrt. Ein Teilstück wird neu gebaut, dieses Mal auch die Auf- und Abfahrt zur Autobahn. Es sind nur einige Hundert Meter, auf denen die Fahrbahn erneuert wird, dies aber schon im dritten Jahr in Folge. Die Umleitung ist in diesem Jahr noch ein Stück länger, führt offiziell über Flöha. Ortskundige nutzen deshalb die zahlreichen Schleichwege.

Schon 2015 gab es die erste Vollsperrung, im Vorjahr dann die lange Wartezeit mit Brückenbau und Anbindung an die Badstraße. Nach der Freigabe gab es mit dem Hinweisschild zur "B 196" (statt B 169) nicht nur eine Panne zum Schmunzeln, sondern auch ein Ärgernis, dass die Autofahrer lange genervt hat - bis zur erneuten Vollsperrung: Der im Jahr 2016 neu gebaute Straßenabschnitt passte mitten auf dem sogenannten Roten Berg nicht an das schon im Jahr zuvor sanierte Teilstück. Wer mit dem Auto ungebremst darüber fuhr, wurde unsanft darauf aufmerksam gemacht.

Schnell bekam der Huckel im Volksmund den Beinamen "Sprungschanze". Zunächst wies ein eilig aufgestelltes Warnschild die Autofahrer auf die Gefahrenstelle hin. Ende 2016 wurde sogar ein "ordentliches" Schild montiert.

Nachdem nun Ende August die Arbeiten am Abschnitt an der Autobahnabfahrt begonnen hatten, nutzte das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) die erneute Vollsperrung, um die "Sprungschanze" zu beseitigen. "Das ist nicht direkter Bestandteil der aktuellen Baumaßnahme an der Anschlussstelle Frankenberg", erklärte Lasuv-Sprecherin Isabel Siebert. "Die Beseitigung erfolgt aber sozusagen im Schatten der Vollsperrung durch die damals beauftragte Firma im Rahmen der Gewährleistung."

Das bezahlt die Baufirma jedoch nicht allein, wie das Lasuv auf Nachfrage bestätigte. "Die Kosten werden nach Verursacherprinzip anteilig von der bauausführenden Firma und der Bundesrepublik Deutschland getragen", so Isabel Siebert, die aber keine Summe nannte. Dabei ist die Fahrbahn auf dem Abschnitt mit dem Huckel in der Vorwoche gleich auf gut 60 Meter Länge erneuert worden, "um den spürbaren Absatz in der Fahrbahn zu korrigieren", erläutert die Lasuv-Sprecherin. "Die detaillierte Auswertung der Problematik ergab, dass das Zusammenspiel mehrerer Ursachen zu der Unstetigkeit geführt hat."

Bis 27. Oktober soll der reguläre Ausbau im Bereich der Autobahnanschlussstelle dauern. Die Behelfsampel wird dabei durch eine fest installierte Ampelanlage ersetzt.

Damit sind die Arbeiten an der Bundesstraße in Frankenberg aber noch nicht abgeschlossen. Wer weiter in Richtung Chemnitz fahren will, muss 2018 erneut Umleitungen in Kauf nehmen. Die Fahrbahnerneuerung von der Badstraße bis zur Einmündung August-Bebel-Straße Frankenberg hat das Lasuv schon geplant. "Der genaue Termin steht gegenwärtig noch nicht fest", so Isabel Siebert. Diese Arbeiten würden mit anderen Baumaßnahmen in Frankenberg abgestimmt.

In Richtung Hainichen endet dagegen die Ausbaustrecke. "Für einen Ausbau der B 169 in Richtung Dittersbach gibt es derzeit noch keine Planung", teilte das Lasuv mit.

 
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