Gartenschau: Frankenberg will seine schönsten Seiten zeigen

Die Ideen zur Gestaltung der Zschopauaue und des Mühlbachtales wurden jetzt in Entwurfsplänen ausgearbeitet. Ein paradiesisches Mühlbachtal und ein neues Naherholungsgebiet soll es demnach künftig geben.

Frankenberg.

Nur noch knapp drei Jahre hat die Stadt Frankenberg bis zur Landesgartenschau Zeit. 2019 soll sich die Stadt von ihrer schönsten Seite zeigen. Deshalb haben die Stadträte zur Sitzung am Dienstagabend die nächsten Entwurfspläne für die Neugestaltung der Areale des Landesgartenschaugeländes auf den Weg gebracht. Nun müssen entsprechende Fördermittelanträge gestellt und Genehmigungen eingeholt werden. "Freie Presse" stellt die Vorhaben vor:

Paradiesgärten Mühlbachtal: Bereits jetzt sei das Mühlbachtal laut Architekt Jürgen Weidinger ein interessantes Kleinod. Geplant ist künftig, das Bachbett so zu verbreitern, dass es auch ein Jahrhunderthochwasser aufnehmen kann. Ein barrierefreier Fuß- und Radweg entlang des Baches soll das Mühlbachtal durchziehen und mit der Innenstadt verbinden. Weitere Wege sollen in Stand gesetzt werden. Ebenso ist die Sanierung der Treppenanlage geplant. Den bestehenden Spielplatz möchte das Architekturbüro erhalten. Als Besonderheit ist geplant, Wasser aus dem Mühlbach unterirdisch in Rohren abzuleiten und an anderer Stelle einen kleinen Bachlauf zu renaturieren. Im Bereich des Baderberges sollen etwa 30 neue Stellplätze entstehen. Die könnten laut Bürgermeister Thomas Firmenich (CDU) als Ausweichparkplätze dienen, wenn auf dem Markt Veranstaltungen sind. Außerdem soll dieser Platz ebenfalls als Veranstaltungsort genutzt werden können. Geschätzte Kosten: etwa 3,3 Millionen Euro.

Naturerlebnisraum Zschopauaue: Die Zschopauaue soll laut Architekt Jürgen Weidinger ein Naherholungszentrum für die Einwohner aber auch ein touristischer Anziehungspunkt werden. Parkähnliche Wiesenflächen könnten entstehen, die während der Gartenschau als Ausstellungsflächen und -beete genutzt werden. Die Deiche, die künftig als Hochwasserschutz dienen, sollen so aufgeschüttet werden, dass nach einem sanften Anstieg ein Blick auf die Zschopau möglich wird. Zudem könnten künftig verschiedene Stationen zum Verweilen einladen. Am Kraftwerk soll eine sogenannte sportliche Kraftstrecke entstehen. Im Eingangsbereich ist ein Spielplatz vorgesehen. Auch einen Basketballplatz und ein Niederseilgarten mit Kletterturm sollen das Zschopautal bereichern. Der Kletterturm, der schon vom Eingang aus sichtbar wird, ist gleichzeitig auch Aussichtspunkt. Zwei verschränkte Treppenläufe und eine Kletterwand machen ihn zu einem besonderen Hingucker. Die Flächen des ehemaligen Lisema-Baus sollen künftig musealen Zwecken dienen. Dort wo die Hochwasserdeiche sind, soll ein Veranstaltungsort mit Bühne Platz für Konzerte bieten. Ein spezieller gepflasterter Platz am Eingang ist während der Landesgartenschau ein Buswendeplatz. Später soll dort wieder Rasen wachsen. Auch Nebenwege und Mauern sollen saniert sowie Pflanzungen vorgenommen werden. Geschätzte Kosten: knapp 5 Millionen Euro.

Aufwertung Innenstadt: Die Verbindungsbereiche zwischen dem Zschopautal und dem Baderberg sollen verbessert werden. Vier Korridore sind deshalb geplant: Der Rathaus-Korridor, beginnend am Dammplatz-Rathausgase-Markt bis Baderberg, der Mühlbachkorridor mit dem Rad- und Gehweg zwischen Jochen-Köhler-Straße und Dammplatz entlang des Mühlbachs bis Badergasse, der Energie-Korridor von Mühlenstraße bis Wassergasse und der Auen-Korridor von Auenweg bis Chemnitzer Straße. Die Stadt hat diese Korridore untersucht und dabei festgestellt, dass viele Verbindungswege grundhaft ausgebaut beziehungsweise saniert werden müssen. Dafür gibt es nun eine Prioritätenliste, was in den nächsten drei Jahren gemacht werden soll, wenn Fördermittel fließen. Enthalten ist in dieser Planung laut Beigeordnetem Ralf-Peter Regner die Brücke über die B 169 und den Mühlgraben. Das Bauwerk soll eine Fußgänger- und Radwegbrücke werden. Sie könnte sich künftig in Bogenform von der Altstadt zur Zschopauaue schlängeln. Insgesamt würde sie 210 Meter lang. Allein diese moderne Brücke würde 2,7 Million Euro Kosten.

Insgesamt liegen die Kosten für die Aufwertung der Innenstadt bei etwa 7,5 Millionen Euro. Die Stadt rechnet mit Fördermitteln in Höhe von geschätzten 5,6 Millionen Euro.

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