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Die Dobermann-Hündin Hope hat neue Freunde gefunden.

Foto: Kristin HolfertBild 1 / 2

Geschundene Hündin hat das Schlimmste überstanden

Dank der Rettungsaktion des Frankenberger Tierschutzvereines ist Dobermann Hope wieder fit und hat auch schon neue Freunde gefunden.

Von Ute George
erschienen am 11.10.2017

Frankenberg. Der Hündin Hope geht es nicht nur gesundheitlich viel besser, sie hat jetzt sogar eine eigene Facebookseite. Unter Hope & Friends "erzählt" der Vierbeiner in einer Art Tagebuch, welche Fortschritte er macht. Und noch immer ist die Anteilnahme sehr groß. Im Internet war damals ein Video mit der Hündin knapp 300.000-mal angeschaut worden.

Gefunden hatte der Frankenberger Tierschutzverein die völlig verwahrloste, etwa drei Jahre alte Dobermann-Hündin in der Region um Döbeln. Durch einen Milbenbefall hatte sie fast ihr ganzes Fell verloren. Sie war völlig abgemagert, hatte blutende Stellen am Körper und entzündete Augen. Ende August nahmen Mitglieder des Frankenberger Tierschutzvereins die Hündin in ihre Obhut und bangten um ihr Leben.

Doch Hope (Hoffnung), so tauften sie die Tierschützer, machte ihrem Namen alle Ehre. "Sie hat mittlerweile 1,5 Kilogramm zugenommen, wiegt jetzt 24,5 Kilogramm", berichtet Kristin Holfert vom Tierschutzverein, die die Hündin bei sich zuhause aufgenommen hat. Vier bis fünf Kilogramm mehr brauche sie aber noch auf den Rippen. "Wir füttern Frischfleisch, Obst, Gemüse und Vitaminzusätze, das benötigt sie jetzt ihr ganzes Leben lang", erklärt Kristin Holfert. "Gesundheitlich hat sie sich wirklich gut erholt, ist agil und fit."

Doch Hope brauche immer noch sehr viel Pflege. Denn die medikamentöse Behandlung habe ihr zugesetzt. "Ihre Blutwerte waren sehr schlecht, 30 Tage lang bekam sie deshalb Antibiotika", berichtet Kristin Holfert. Auch die Behandlung gegen die Milben sei noch nicht abgeschlossen. "Jetzt muss ihr Immunsystem wieder aufgebaut werden, sonst wird sie ihre Milben nicht los", sagt sie. Deshalb wolle der Tierschutzverein nun eine Heilpraktikerin zu Rate ziehen. "Hope soll demnächst mit Hilfe von Naturmedizin entgiftet werden", erklärt Kristin Holfert.

Auch seelisch scheint sich Hope erholt zu haben. Mittlerweile hat sie sich mit den beiden Mischlingshunden von Kristin Holfert angefreundet. "Hope kommt mit ihnen zurecht, hat ein gutes Sozialverhalten", sagt sie. Ihr Pflegetier brauche zwar klare Regeln, ordne sich aber gut unter. Obwohl ihr Hope ans Herz gewachsen ist, behalten kann Kristin Holfert die Hündin nicht. "Ein dritter Hund wäre zu viel", sagt sie. Doch bis Hope an einen neuen Besitzer vermittelt werden könne, gehe wohl mindestens noch ein halbes Jahr ins Land. "Es gab bereits Anfragen, die haben wir aber erst einmal zurückgestellt", erklärt Kristin Holfert. Die neue Facebook-Seite habe sie übrigens eingerichtet. Und sie freut sich immer noch über die große Resonanz. "Wir haben so viel Spendengelder erhalten, dass wir alles was für Hope notwendig war und ist, damit bezahlen können", sagt sie.

Gegen den ehemaligen Halter der Hündin hatte der Frankenberger Tierschutzverein Anzeige erstattet und das Landratsamt Mittelsachsen informiert. Letzteres hat ein Verwaltungsverfahren eingeleitet. "Der Bescheid ist abschließend erstellt und wird dem Eigentümer zugestellt", erklärte Pressesprecher André Kaiser. Zu Details wollte sich die Behörde jedoch nicht äußern.

Die Ermittlungen gegen den früheren Hundebesitzer (33) aus Roßwein dauern an, erklärte Polizeipressesprecher Andrzej Rydzik. Es müssten noch Zeugen befragt werden.

 
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