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Zwei Mal innerhalb von zwei Wochen kam es zu einem Dachstuhlbrand in einem Gebäude an der Freiberger Straße.

Foto: Tom WunderlichBild 1 / 3

Kommune hat Pläne für Brandhaus und andere Brachen

Die Stadt Frankenberg möchte die Ruine Freiberger Straße 1 zu einem Wohn- und Geschäftshaus umbauen. Doch noch gehört sie nicht der Kommune.

Von Ute George
erschienen am 13.10.2017

Frankenberg. Am Brandhaus, Freiberger Straße 1, in Frankenberg müssen dringend Sicherungs- und Instandsetzungsmaßnahmen erfolgen. Der Technische Ausschuss des Frankenberger Stadtrates soll deshalb zur nächsten Sitzung einen Vertrag zur Förderung dieser Arbeiten beschließen.

Zweimal kurz hintereinander hatte es im Juni vergangenen Jahres im Dachstuhl des herrenlosen Gebäudes gebrannt. Der Zwangsverwalter, die Sparkasse Mittelsachsen, ließ das Haus deshalb bis auf das Erdgeschoss abreißen. Dieses musste für die Standsicherheit des Nachbargebäudes, Freiberger Straße 2, stehenbleiben. "Das Problem ist, die Brandwand muss gesichert werden, sonst nimmt das Nachbargebäude Schaden," erklärt Ralf-Peter Regner, Beigeordneter im Rathaus der Stadt Frankenberg. Deshalb soll nun die Frankenberger Wohnungsgesellschaft (WGF), eine Tochtergesellschaft der Stadt, das Haus in ihr Eigentum übernehmen. Wenn das möglich ist, könnte aus der Brandruine künftig ein Wohn- und Geschäftshaus entstehen.

Dagegen noch keine Pläne für eine Nachnutzung gibt es für das Grundstück der Brache Schloßstraße 34/35 in Frankenberg. Das Gebäude soll abgerissen werden. Etwa 128.000 Euro kostet der Rückbau des Hauses, ein Fördermittelantrag ist gestellt. Die Stadt hatte das Grundstück erworben. Das mehrgeschossige ehemalige Wohn- und Geschäftshaus war seit 1995 herrenlos und ist in einem schlechten Bauzustand. Der am Haus verlaufende Fußweg musste deshalb bereits abgesperrt werden. Nun sollen im Technischen Ausschuss die ersten Bauleistungen zum Rückbau vergeben werden. "Das Areal soll danach neue gestaltet werden, aber es gibt noch keine konkreten Planungen dafür", erklärt Regner. Auch die Gebäude August-Bebel-Straße 16 sowie Scheffelstraße 1 und 2 sind laut Regner einsturzgefährdet. "Die Stadt will sie kaufen", erklärt er. Sie sollen abgerissen werden.

Zudem wird Architekt Jürgen Weidinger den Mitgliedern des Ausschusses seinen Vorentwurf zur Gestaltung des Grundstücks an der Altenhainer Straße 1 vorstellen. Dabei handele es sich um das Areal zwischen Altenhainer Straße und Chemnitzer Straße.

Die Stadt will zudem ein Grundstück im Gewerbegebiet An der Feuerwache kaufen. "Perspektivisch könnte dort der Bauhof seinen zentralen Platz bekommen", so Regner. Wie genau das Projekt künftig realisiert wird, könne erst nach einem Kauf ausgearbeitet werden.

Bereits im Jahr 2013 war die Berliner Organisations- und Managementberatung OMP nach einer mehrmonatigen Prüfung im Auftrag der Stadt zu dem Ergebnis gekommen, dass die bislang sieben übers Stadtgebiet verteilten Standorte des Bauhofes auf eine Zentrale reduziert werden sollten.

Öffentliche Sitzung des Technischen Ausschusses des Stadtrates am Dienstag, 17. Oktober, 19 Uhr, im Ratssaal der Stadtverwaltung, Markt 15. Weitere Tagesordnungspunkte: Vergabe von Bauleistungen für die Brücke über die Bundesstraße 169 und den Ausbau des Auenweges.

 
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