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Nur wenige Eltern entscheiden sich für Spind

In der Frankenberger Lindgren-Grundschule ist der Aufbau der Schränke immer noch nicht in Sicht. Zur Notvariante gibt es jetzt sogar eine Petition.

Von Jan Leißner
erschienen am 12.09.2017

Frankenberg. An der Astrid-Lindgren-Grundschule in Frankenberg müssen die rund 300 Mädchen und Jungen weiterhin Ranzen, Kleidung und zusätzliche Unterrichtsmaterialien in sogenannten "Notunterkünften" aufbewahren. Eltern kritisierten bereits die Zustände in den zu Garderoben umgewandelten Gruppenräumen als chaotisch. Eine Mutter hat sich nun in der Sache gar mit einer Petition an den Sächsischen Landtag gewandt. "Denn ich sehe hier Gefahren beim Unfall- und Brandschutz", erklärte Anja Hänig.

Mit ihrer Petition hofft sie, dass letztlich das Verfahren zum Aufbau von Schulspinden beschleunigt wird. Denn die jetzigen Bedingungen an der Schule seien unerträglich. Der Hick-Hack um Verträge mit einem Anbieter der Schulspinde werde auf dem Rücken der Kinder ausgetragen.

Doch auch aus den gestrigen Aussagen von Bürgermeister Thomas Firmenich (CDU) lässt sich nicht ableiten, dass es eine schnelle Lösung in der Frage der fehlenden Schulspinde gibt. Nach seinen Informationen hätten sich nur Eltern von 30 Grundschülern dazu entschieden, Einzelmietverträge für Schulspinde mit dem Anbieter einzugehen, der für die Schule einen Vertrag zum Aufbau der Spinde mit der Stadtverwaltung hat. An diese Firma sei die Kommune noch für fünf Jahre gebunden, so Firmenich. Dieses Unternehmen wiederum habe der Stadt mitgeteilt, dass sie nun prüfen wolle, ob sie trotz der geringen Resonanz der Eltern auf ihr Angebot, nun die neuen Spinde liefern will. Erst Ende der Woche erwartet er dazu ein Ergebnis. "Wir sitzen in der Zwickmühle. Wir haben einen Generalvertrag mit dem Unternehmen, dürfen so keinen anderen Anbieter herein holen. Aber die Eltern wünschen sich eine andere Lösung", so Firmenich. Jetzt sieht er die Eltern am Zug, die nun die Chance hätten, bei der Firma einen Spind zu bestellen, was mit jährlichen Mietkosten von 24 bis 30 Euro verbunden sei.

Doch das scheint nicht so einfach, wie beschrieben. So kann auch Schulelternsprecher Sven Menzel, die Kritik vieler Eltern am bisherigen Verfahren nachvollziehen, welche jetzt wohl auch für deren Zurückhaltung bei den neuen Einzelverträgen spreche. "Der Streit um die Spinde geht ja schon seit etwa einem Jahr", so Menzel.

Die alten, damals für Eltern kostenfreien Spindschränke wurden im vergangenen Schuljahr abgebaut, nachdem diese als zu klein für die Schulranzen bewertet wurden. Die Stadtverwaltung hatte angekündigt, bis zum Beginn des neuen Schuljahres neue Spinde aufbauen zu lassen. Beabsichtigt war zunächst, einen anderen Anbieter damit zu beauftragen. Doch das scheiterte, weil die Stadt nicht aus dem Vertrag mit der bisherigen Firma heraus kam. Deshalb sollte diese nun mit dem Aufstellen der Schränke beauftragt und ein Generalmietvertrag abgeschlossen werden. Vor drei Wochen dann teilte Firmenich den Eltern mit, dass auch dies gescheitert sei. Die Firma habe den Generalmietvertrag abgelehnt, wolle aber Einzelvereinbarungen mit den Eltern abschliessen.

Auch Anja Hänig hat einen solchen Einzelvertrag abgelehnt. Für die Mutter eines Achtjährigen gebe es da noch zu viele offene Fragen. Es erschließe sich ihr nicht, warum die alten Spinde schon abgebaut worden sind, noch bevor der Aufbau der neuen Schränke gesichert gewesen sei. Und nach ihrer Ansicht sei es nach wie vor eine Angelegenheit des Schulträgers, dafür zu sorgen, dass in der Schule neue Spinde aufgestellt werden und so wieder Ordnung herrsche.

 
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