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Im Obergeschoss sind die Räume fast fertig.

Foto: Falk BernhardtBild 1 / 4

"Taka-Tuka-Land" noch immer Baustelle

Der Umbau von Frankenbergs größter Kita verzögert sich enorm. Doch wenn es nur an einer Stelle hakt, klemmen auch die folgenden Arbeiten. Während im Außengelände noch die Bagger wühlen, sind die Innenräume schon fast einzugsbereit.

Von Ute George
erschienen am 13.02.2018

Frankenberg. Sieben Monate Bauverzug hat die Kita "Taka-Tuka-Land" in Frankenberg. Ursprünglich war die Fertigstellung bereits Ende November 2017 vorgesehen. "Im Wesentlichen lag es daran, dass es im Gewerk Alu-Glasfassade zu erheblichen Lieferschwierigkeiten gekommen ist", sagt Bauamtsleiter Michael Thiel. Alle folgenden Arbeiten konnten deshalb ebenfalls nicht pünktlich starten. Denn, wenn die Türen und Fenster fehlten, könnten weder eine Wärmedämmung, noch Malerarbeiten, Fliesen oder Trockenlegung erfolgen.

Eine Ersatzfirma zu bekommen, sei nahezu unmöglich, erklärt Tobias Rogal, Projektsteuerer bei der Wohnungsgesellschaft Frankenberg. "Wir hatten es in Erwägung gezogen, aber dann hätte der Bau wahrscheinlich noch länger gedauert", so Thiel. Bauverzüge seien derzeit kein Einzelfall. "Momentan wollen alle bauen", weiß Thiel. Denn die Baufinanzierung sei aufgrund der niedrigen Zinsen so günstig wie schon lange nicht mehr. Hinzu komme, dass vielen Bauunternehmen schlichtweg die Arbeitskräfte fehlten. Am 30. Juni müsse das "Taka-Tuka-Land" aber fertig sein, erklärte Rogal, denn danach müsse noch die Abnahme durch die Fachbehörden erfolgen. Anfang August sollen die Kinder, die derzeit noch in der Neubauschule untergebracht sind, endlich in ihr für 4,5Millionen Euro saniertes Haus zurückziehen. Ist das zu schaffen? "Freie Presse" hat sich vor Ort auf der Baustelle umgeschaut:

Neuer Mittelbau: Dort ist der Hauptzugang zur Einrichtung, und dort sieht man den Bauverzug sehr deutlich. Es fehlen zum großen Teil die Alu-Elemente für die Verglasung. Im Inneren sieht es schon besser aus. An der neu gebauten Treppe fehlt nur noch das Geländer. Auch der Aufzug ist bereits eingebaut. Der Neubau wurde laut Nicole Kunze von der Sporbert Architekten GmbH Frankenberg hauptsächlich geschaffen, um das Gebäude behindertengerecht zu gestalten.

Untergeschoss: Auch das Untergeschoss ist zum größten Teil noch eine große Baustelle. Hier sollen neben Gruppenräumen, einem Schlafraum und Sanitäranlagen für die Einjährigen öffentliche Toiletten für die Eltern, ein Kinderwagenabstellraum, ein Lagerraum und die Ausgabeküche entstehen. Letztere ist noch nicht montiert. Auch in den anderen Räumen fehlen teilweise noch die Akustikdecken, die Beleuchtung, Elektrik und die Fußbodenbeläge. "Wir haben zuerst in den oberen Etagen gearbeitet, damit dort dann die Möbel aufgestellt werden können", begründet Rogal.

Erdgeschoss: Das Erdgeschoss ist der Bereich für die Krippenkinder. Hier sind nur noch Restarbeiten zu erledigen, das betrifft auch die Sanitäranlagen. In den Gruppenräumen, den Schlafräumen, der Garderobe sowie den Räumen für die Früh- und Spätbetreuung fehlen nur noch die Elektrik, eine gründliche Reinigung und natürlich die Möbel. Die Akustikdecken sind bereits überall eingebaut. Eine der Kinderküchen ist auch bereits mit den Geräten ausgestattet. Dazu gehören ein Induktionsherd, um Verbrennungen zu vermeiden, und ein Kühlschrank.

Obergeschosse: Ähnlich ist der Baustand in den Obergeschossen. Das erste Obergeschoss wird künftig den Kita-Kindern gehören. Auch hier sind die Räume fast fertiggestellt. In der Behindertentoilette müssen nur noch Dusche und WC eingebaut werden. Im zweiten Obergeschoss fehlt noch die farbliche Gestaltung und ebenfalls die Elektrik. Hier entsteht neben den Gruppenräumen auch ein Snoozlezimmer. "Es wird mit einer Schaukel, einer Spiegelkugel, ähnlich einer Diskokugel, und einer sprudelnden Wassersäule ausgestattet", verrät Nicole Kunze. Die Kinderbibliothek im Nebenraum wartet auf die Regale. Elektroinstallation und Bodenbelag fehlen noch im Therapiezimmer, das eine spezielle Therapieschaukel erhalten soll. Die Kinderküche ist zwar bereits eingerichtet, die elektrischen Geräte sind aber nicht enthalten. Am auffälligsten in den Obergeschossen sind die mit rotem und gelbem Glas gestalteten Fenster. Sie tauchen die Flure in ein ganz neues Licht.

Außengelände: Derzeit kämpft sich der Bagger noch durch hart gefrorenen Boden. Laut Rogal würden derzeit der Spielplatz- und Terrassenbereich vorbereitet. Künftig soll eine Ringsstraße großzügig um das Gebäude herumführen, auf dem die Kinder mit ihren Spielzeugfahrzeugen Gas geben können. Davon ist aber noch nichts zu sehen. "Sobald die Temperaturen es zulassen, können wir mit dem Asphaltieren beginnen", sagt Tobias Rogal. Auch verschiedene Themenbereiche sollen im Außengelände, das derzeit einem Lagerplatz für Baustoffe gleicht, untergebracht werden. Neben einem Piratenschiff sind unter anderem ein Matschplatz, ein Hexengarten mit Kräutern und einem Naschgarten geplant.

 
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