Update: Brennender Lkw auf A4 - Fahrer bildeten keine Rettungsgasse

Zur besten Feierabendzeit ging am Mittwoch rund um Frankenberg und Hainichen fast nichts mehr. Grund war ein Unfall auf der Autobahn.

Hainichen.

Auf der Bundesstraße zwischen Frankenberg und Hainichen hat sich Stoßstange an Stoßstange gereiht. Kilometerweit. Auf der Staatsstraße von Mittweida nach Hainichen ging es am Mittwoch teilweise nur im Schritttempo voran. Starke Nerven mussten Autofahrer in Rossau haben, die von einer Neben- auf die Hauptstraße auffahren wollten, oder auf einen umsichtigen Fahrer hofften, der anhielt, auch wenn er dafür ein Hupkonzert des Nachfolgenden hinnehmen musste. Zusätzlich erwiesen sich drei Baustellenampeln in Frankenberg als Staufallen, sodass zeitweise selbst in Merzdorf alle Räder still standen. Grund für den Stau: ein Unfall auf der Autobahn 4.

Kurz vor der Ausfahrt Hainichen in Richtung Dresden hatte gegen 13.30 Uhr die Bremse eines italienischen Sattelanhängers Feuer gefangen und den Lkw lahm gelegt. Der Brand griff auf die Zugmaschine über, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Zur Brandbekämpfung musste die Autobahn zwischen 14 und 14.45 Uhr gesperrt werden. Auf Grund der komplizierten Bergung des Lkw war eine weitere Vollsperrung notwendig. Diese dauerte von gegen 17.45 Uhr bis etwa 23.50 Uhr an. Personen kamen nicht zu Schaden, der Sachschaden betrug rund 65.000 Euro.

Die Feuerwehren von Frankenberg und Hainichen kamen zum Löscheinsatz. Mit 14 Kameraden und drei Fahrzeugen rückten die Frankenberger an. "Das Fahrzeug hatte eine werksneue Schrottpresse mit einem Gewicht von rund 65 Tonnen geladen. Trotz unseres schnellen Eintreffens konnten wir es nicht verhindern, dass die Presse sowie auch der Sattelauflieger teilweise zerstört wurden", hieß es am Donnerstag auf Nachfrage.

Erschwerend sei hinzu gekommen, dass auf der Autobahn keine Rettungsgasse gebildet worden sei, sagte Wehrleiter Michael Knoth. Im Laufe des Einsatzes verbrauchte die Wehr 20.000 Liter Wasser. Zur Unterstützung wurde die Wehr aus Hainichen gerufen. "Wir haben das Tanklöschfahrzeug zur Verfügung gestellt", so deren Leiter Sandro Weiß.

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