Wenn das Leben eine neue Richtung nimmt

Bei einem Projekt des Mittweidaer "Müllerhofs" sollen die Mittelsachsen von Ereignissen erzählen, die persönliche Wendepunkte darstellen. Die Geschichten sollen anderen Mut machen.

Mittweida.

Hinter jedem Schicksal steckt eine Geschichte, die es sich zu erzählen lohnt - davon ist Autor Karl-Heinz Nebel überzeugt. Man muss die Geschichten nur aufspüren und den Moment finden, der zu einem Wandel im Leben des Protagonisten führte. Der Mittweidaer und ein Team von Mitstreitern sucht im neuen Projekt des Mittweidaer "Müllerhofs" nach solchen Geschichten. Unter dem Titel "Umbrüche" fordern sie Menschen im Landkreis auf, von einschneidenden Ereignissen zu berichten.

"Jeder erlebt Situationen, in denen er sich umorientieren muss. Das kann ein Jobwechsel sein, eine Krankheit oder der Verlust des Partners", erklärt Nebel. Daneben gebe es aber auch positive Ereignisse, die dennoch dem Leben eine neue Richtung geben, etwa die Geburt eines Kindes oder der Abschluss einer Ausbildung. "In den Geschichten soll aufgezeigt werden, wie es gelang, den Weg in die Zukunft zu finden", so Nebel. So sollen andere Menschen, die sich in einer ähnlichen Situation befinden, neuen Mut schöpfen. "Wir denken, in den Geschichten steckt Potenzial, manche Blockade aufzulösen, denn man sieht, dass es bei anderen weiterging", so Nebel.

Wer seine Geschichte erzählen möchte, kann sie in einen der rund 60 Briefkästen einwerfen, die das "Müllerhof"-Team in ganz Mittelsachsen aufgestellt hat. "In Mittweida stehen sie im T9, im Bürger- und Gästebüro, in der Stadtbibliothek und im Autohaus Kitzing", sagt die Geschäftsführerin des "Müllerhofs", Cathleen Diedrich. Wer möchte, kann seine Geschichte auch per E-Mail oder Post schicken oder sie bei einer der Veranstaltungen, die im Projekt "Umbrüche" geplant sind, erzählen. "Es wird zum Beispiel am 6. Mai ein Geschichten-Picknick auf dem Regionalmarkt in Rochlitz geben und eine ähnliche Veranstaltung am 15. Mai in der Mittweidaer Stadtbibliothek", so Diedrich.

Bis zum 21. Juni können Geschichten abgegeben werden. Veröffentlicht werden sie - das Einverständnis des Verfassers vorausgesetzt - auf der Homepage des Projektes und bei Veranstaltungen.

Geschichten Heute Abend werden ab 19 Uhr im "Müllerhof" in Mittweida Geschichten vorgestellt. Der Eintritt ist frei. Unter anderem wird die Geschichte des ehemaligen Buchhändlers Jan Lässig erzählt, der beschreibt, warum er sein Geschäft schloss.

Weitere Informationen im Internet.

www.stehaufgeschichten.de

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...