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Jetzt einen lang gehegten Traum verwirklichen? Dazu könnte dieses Schild Passanten animieren, glaubt Künstler Jens Ossada. Noch steht es nicht dort.

Foto: Fotomontage: J. Ossada

Wortkunst soll Denkanstöße geben

Jens Ossada hat eine Idee: An mehreren Orten in Mittweida will er Textbotschaften anbringen und aufstellen - und so den Passanten neue Gedanken ermöglichen.

Von Ricarda Terjung
erschienen am 21.11.2017

Mittweida/Kriebstein. Der Plan ist simpel, die Wirkung könnte groß sein - zumindest für den Einzelnen. Der Ehrenberger Künstler Jens Ossada will die Stadt Mittweida mit verschiedenen Schriftzügen an Hauswänden und auf Tafeln verzieren. Wobei es ihm um wesentlich mehr geht als die reine Zierde: "Das Ziel der Aktion ist es, den Menschen Denkanstöße zu geben", erklärte Ossada seine Idee kürzlich bei einer Sitzung des Mittweidaer Kulturausschusses. Vielleicht entscheide aufgrund der "Impulse" ja tatsächlich der eine oder andere, seinem Leben eine neue Richtung zu geben.

Die Installationen sollen die Stadt innerhalb des Kunstprojekts "Umbrüche - Stehaufgeschichten aus Mittelsachsen" schmücken, das in diesem Jahr vom Land nach der Richtlinie zur Förderung von Chancengleichheit mit 25.000 Euro gefördert wurde.

An sieben verschiedenen öffentlichen Orten sowie an einigen privaten Wänden will Ossada seine Denkanstöße installieren. Zum Beispiel am ehemaligen Busbahnhof: Hier will der Kreative ein Schild aufstellen mit der Aufschrift: "Wenn Du das Gefühl hast ... Jetzt!" Die Wiese, auf der die Tafel stehen soll, sei städtische Fläche. "Jeder soll an dem Jetzt-Impuls teilhaben können", so Ossada. Am Tzschirnerplatz möchte er die Wand der Bushaltestelle mit einem Schriftzug versehen. Zwischen einem großen "Wo" und einem Fragezeichen sollen diese Zeilen stehen: "zu die Eile/her des Weges/hin die Wünsche/stehst du".

An der Wand des Busbahnhofgebäudes könnte die Zeile "Wie schön ..." prangen. Ein Satzanfang, der laut Ossada bestens zum Reisen passt. Die Schrift soll mit Farbe und unter Zuhilfenahme einer Schablone auf die Wand aufgetragen werden.

Die Resonanz der Zuhörer beim Kulturaussschuss war zu diesen Ideen positiv. Oberbürgermeister Ralf Schreiber (CDU) bezeichnete sie als "sehr interessant". Auf weniger Gegenliebe stieß die Idee des Künstlers, an der historisch anmutenden Stützwand vorm Museum eine Texttafel anzubringen. Ein modernes Schild an einem historischen Gemäuer, das sei ein ästhetischer Widerspruch, meinten einige Stadträte. Die Schriftkunst könnte laut Künstler und Stadtchef noch in diesem Jahr im Stadtbild zu sehen sein, wenn die letzten Absprachen getroffen sind. Auch in Freiberg soll, so Ossada, demnächst seine Schriftkunst im öffentlichen Raum zu sehen sein. Zudem hofft er, dass er sie im kommenden Jahr auch in weiteren Orten im Landkreis zeigen kann. "In Döbeln bin ich schon am Verhandeln", so Ossada.

 
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