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Rund 900 Besucher sind zum Studieninformationstag in Mittweida gekommen. Alle Fakultäten der Hochschule präsentierten sich zentral auf dem Campus im Studio B mit ihren Studienangeboten. Dort gab es nicht nur den Überblick über die vielen Studiengänge, sondern auch Kontakt zu Professoren und Studenten.

Foto: Falk BernhardtBild 1 / 4

"Ziel ist eine Ausbildungsstätte in der digitalen Gesellschaft"

Rektor der Hochschule Mittweida kündigt neue Studiengänge und Gebäude auf dem Campus an

erschienen am 12.01.2018

Mittweida. Die Hochschule Mittweida hat weiteren Platzbedarf für Lehre und Forschung, will ihn aber teils mit Ersatzbauten decken. Das kündigte der Rektor Professor Ludwig Hilmer im Gespräch mit Jan Leißner an.

Freie Presse: Beim gestrigen Studieninfotag wurde um neue Studierende geworben. Dabei sind die Studentenzahlen zuletzt auf etwa 7000 gestiegen. Kann und sollte die Hochschule noch mehr Studenten aufnehmen?

Ludwig Hilmer: Wir haben unsere Wunsch-Größenordnung erreicht und wollen nicht weiter wachsen. In den nächsten zehn Jahren wird sich das bei 6500 Studierenden einspielen. Beim Studieninfotag geht es uns aber nicht nur darum, neue Studierende zu werben, sondern ebenso um einen Dialog mit den Studienbewerbern. Sie sollen vorab erfahren, was sie hier erwartet, und wir wollen wissen, wen wir erwarten dürfen. Es geht um ein dialogorientiertes Kennenlernen, um am Ende möglichst wenige Studienabbrecher zu haben. So werden wir künftig noch mehr ähnliche Aktionen organisieren, obwohl vielleicht weniger Studenten aufgenommen werden.

Nach Ihrer Wiederwahl zum Rektor haben Sie angekündigt, dass sich die Hochschule auf den Weg zur Hochschule in der digitalen Informationsgesellschaft machen soll. Was bedeutet das für Lehre und Forschung?

Wirtschaft, Wissenschaft und digitale Gesellschaft sind drei Begriffe, die zusammen gehören. Ziel ist eine attraktive Ausbildungsstätte in der digitalen Gesellschaft. Konkret heißt dies, dass jede Hochschule einen Teil ihren Angebots mobil machen muss und dazu moderne didaktische und technische Mittel der Wissensvermittlung nutzt. Es geht uns dabei nicht um klassische Fernlehre, obwohl es künftig noch mehr Studenten geben wird, die zum Beispiel in Kanada sitzen, aber mindestens einen Teil des Studiums in Mittweida absolvieren. Im Zuge der Digitalisierung wird es andere Gebäude und andere Vermittlungsformen in den Studiengängen geben. Zudem wollen wir 2018 zwei neue digitale Studiengänge auflegen. Noch ist dazu nicht alles festgezurrt. Im Herbst können wir mehr dazu sagen.

Zur Feier des 150-jährigen Bestehens der Hochschule 2017 haben Sie den Schulterschluss mit der Stadt gesucht. Was bestimmt die Zusammenarbeit in diesem Jahr?

Wir sind mit der Stadtverwaltung weiterhin in intensiven Gesprächen. So machen wir uns Gedanken um einen Anschub im Bereich der Wirtschaftsförderung, also dass wir gemeinsam denken bei der Ansiedlung von Firmen. Auch bei der Verkehrsplanung arbeiten wir zusammen. Das betrifft zum Beispiel den Technikumplatz, der ein Aushängeschild für die Hochschule und die Verbindung zur Innenstadt ist. Hier brauchen wir ein ideales Verhältnis zwischen sicheren Wegen für Studierende und pulsierendem Leben.

Welche Bau-Projekte stehen für die Hochschule auf der Agenda?

Die Hochschule muss kräftig umbauen, um die Gebäude der Entwicklung in der digitalen Welt anzupassen. Der Neubau der Hochschulbibliothek könnte 2019/20 beginnen, aber hierzu sind die Haushaltsverhandlungen des Freistaates noch nicht abgeschlossen. Zu den weiteren Projekten gehört das BioNikum - ein Gebäude, in dem wir Bio- und Umwelttechnologie zusammenführen wollen. In den nächsten zehn Jahren umfasst unser Plan außerdem ein Inforensikum, und wir brauchen Laborgebäude, die unter dem Titel Präzise X.0 entstehen sollen. Dabei kann es sich auch um Ersatzbauten handeln, manche alten Gebäude lassen sich nicht ertüchtigen. Allgemein haben wir einen Platzbedarf, den wir derzeit nicht befriedigen können.

Die Hochschule ist auch an der Debatte zur künftigen Nutzung des Bahnhofsgebäudes beteiligt.

Ja, das ist ein faszinierender Ort, der für Ausgründungen aus der Hochschule passend wäre. Doch die Nutzung für ein Startup-Zentrum setzt anderen Nutzungsformen Grenzen. Hier kommt es auf das Gesamtkonzept an.

 
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