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Pater Maurus Kraß, Prior des Klosters, Architekt Falk Ueberschär und Werner Sieber, der die Sanierung in Gang brachte, freuen sich über das Ergebnis. Am Freitag ist feierliche Eröffnung mit geladenen Gästen, am Samstag können sich Besucher im Torhaus umschauen.

Foto: Mario Hoesel

Architekt: Nach Sanierung strahlt Torhaus Anmut und Seele aus

In den vergangenen vier Jahren ist der Eingangsbereich zum Kloster umfangreich saniert worden. In einer Dankschrift äußern Beteiligte ihre Gedanken zum Entstandenen und lassen so den Gang der Arbeiten nachvollziehen.

Von Babette Philipp
erschienen am 17.04.2018

Wechselburg. Es begann im Herbst 2014: Zunächst wurde das Wechselburger Torhaus eingerüstet. Es folgten die Sicherung, Entkernung und die Dachsanierung, die Sanierung der Fassade nach historischem Vorbild, Arbeiten im Inneren und schließlich das Einrichten von Ferienwohnungen und eines Besucherzentrums. Nun ist der Kraftakt vollbracht: Am Freitag wird im Beisein von Gästen aus der Politik, vor allem aber an den Arbeiten und der Finanzierung Beteiligten das Torhaus feierlich eröffnet. Am Samstag kann sich die Öffentlichkeit bei Führungen ein Bild von dem Entstandenen machen - und eine Dankschrift erwerben. In dieser haben verschiedene Autoren ihre Gedanken zum Torhaus niedergeschrieben, was gleichzeitig ein Bild von den Sanierungsarbeiten vermittelt.

So geht Rolf Jähnichen, Vorsitzender des Vereins der Freunde des Benediktinerklosters, auf die Anfänge ein. 2009 hatte der Verein das Torhaus auf Bitten der Mönche von der Gemeinde erworben. Pater Maurus Kraß, Prior des Klosters, hatte die Idee, das Torhaus zu einem Gästehaus umzubauen. Geschätzte Kosten: rund 2 Millionen Euro. Dem standen laut Jähnichen rund 1000 Euro Vereinsvermögen gegenüber. "In dieser Situation entwickelte Pater Maurus ein Finanzierungskonzept und begann, erste Spenden einzuwerben", so Jähnichen. Die Sanierung nahm ihren Lauf, und zu ihrer Vollendung sagt Jähnichen: "Wer bisher gezweifelt hat, ob es heutzutage noch Wunder gibt, der sollte jetzt das Torhaus sehen."

Während sich Pater Maurus von Seiten der Kirche um die Finanzierung kümmerte, vermittelte Werner Sieber staatliche Zuwendungen. Er war Geschäftsführer der Schlösser Augustusburg, Lichtenwalde und Scharfenstein und engagierte sich im Ruhestand für das Wechselburger Torhaus. Sieber berichtet von Höhen und Tiefen bei der Finanzierung. "Heute nun, nach dem gelungenen Abschluss der Bauarbeiten, blicke ich mit Genugtuung zurück. Es hat sich gelohnt", sagt Sieber.

Geplant und betreut wurde die Sanierung von Falk Ueberschär und dem Team des Rochlitzer Architekturbüros Ueberschär und Knoll in Zusammenarbeit mit Restaurator und Kunsthistoriker Thomas Schmidt. Die Herausforderungen seien vielschichtig gewesen, so Ueberschär. Sowohl beim Bau als auch bei der Finanzierung. Offizieller Bauherr sei der Freundesverein des Klosters gewesen, der aber den Bauprozess in Absprache mit dem Kloster weitgehend den Architekten überlassen habe. "So haben wir uns stark in Aufgaben wie Mittelbeschaffung, Abwicklungen oder Buchhaltung eingebracht und es galt, so zu wirtschaften, als wäre man selbst Bauherr", erklärt Ueberchär, der die Abstimmung mit dem Denkmalschutz lobt. Seiner Meinung nach braucht jedes Haus eine ganz eigene Lösung. "Im Fall des Torhauses sind dies Anmut und Seele - man muss das Gebäude spüren", sagt der Architekt.

Nach Ansicht von Pater Maurus ist das vollends gelungen. Nicht nur er ist dieser Meinung. Die Gäste - die ersten kamen bereits Ostern 2017 - seien voll des Lobes über die schlichten und doch sehr gemütlichen Wohnungen, die raffinierten Lösungen bezüglich Platz, Licht und Funktionalität und die Kombination aus Historie und Moderne. "Ich bin sicher, das werden unsere Gäste am Freitag und Samstag ebenso sehen."

Anlässlich der Fertigstellung des Torhauses findet am Freitag, 16.30 Uhr, eine Vesper und anschließend, 17.15 Uhr, eine Feierstunde in der Basilika statt. Am Samstag von 13 bis 15 Uhr kann das Torhaus besichtigt werden.

 
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