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An der Mandelgasse verfolgen Anwohner das Geschehen vom Balkon aus.

Foto: Mario HoeselBild 1 / 7

Der Plausch mit dem Präsidentenpaar

Auf seiner Tour durch den Freistaat hält Staatschef Frank-Walter Steinmeier auch in Penig Einzug. Eine Momentaufnahme.

Von Alexander Christoph
erschienen am 14.11.2017

Penig. Montag in Penig. Zehn Minuten vor 15 Uhr. Dutzende Menschen stehen rings um den Marktplatz - und das trotz Temperaturen um die vier Grad Celsius. Einige tauschen Neuigkeiten aus, andere bleiben stumm, wieder andere holen sich einen wärmenden Kaffee vom Bäcker. Sie alle eint: Das Warten auf den Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier, der heute der gut 9000 Einwohner zählenden Stadt eine Stippvisite abstatten wird.

Die Folge: Nicht nur neugierige und interessierte Bürger, sondern ein Sicherheitsaufgebot, wie es Penig bisher wohl nie erlebt hat. In jeder Ecke Uniformierte. Ein VW-Bus der Polizei parkt vor dem Café Winkler, einer vor der Volksbank. Zu diesem Zeitpunkt ahnt keiner der Zaungäste, dass bald Dutzend Sicherheitskräfte folgen, um den früheren Außenminister und SPD-Spitzenpolitiker mit seiner Frau Elke Büdenbender und den mitgereisten Landeschef Stanislaw Tillich (CDU) im Auge zu behalten. Und nicht nur das: Zuvor wird eine Gruppe aus vielleicht fünf Leuten von Polizisten gebeten, Fahnen der AfD und Transparente einzurollen und wegzuschaffen. "Warum soll ich das tun?", fragt ein Rentner. Nach einem Wortgefecht und der Androhung eines Platzverweises zieht er letztlich ab.

Die Menge kriegt von dem Geschehen nichts mit. Ihre Blicke richten sich gen Brückenstraße. Auto an Auto fährt vorbei, aber nicht der erhoffte Tross mit Steinmeier. Minuten verstreichen. Schließlich hält eine Polizeieskorte - ein Kleinbus, zwei Kombis, fünf Motorräder. Danach nur ein Wagen mit Freiberger Kennzeichen. "Irgendwann wird Frank-Walter kommen", feixt ein Jugendlicher. Sein Kumpel ergänzt: "Davon erzählen wir noch unseren Enkelkindern." Es wird 15.15 Uhr. Mit Blaulicht und Signal fährt eine weitere Eskorte ein - zwei Streifenwagen, einer Zivilauto, acht Limousinen und ein Rettungswagen. Endlich. Steinmeier steigt auf Höhe der Begegnungsstätte "mittendrin" aus dem Fahrzeug, schüttelt Hände und plaudert mit Passanten, darunter Peter Liebig. "Ich freue mich total", wird der Peniger Augenblicke danach dem Reporter erzählen.

So wie ihm wird es mehreren Penigern gehen. Der Staatschef und seine Frau nehmen sich Zeit, reden mit Ehrenamtlichen im "mittendrin" und lassen sich über den Spielplatz neben dem Rathaus genauso aufklären wie über die zwei Neubauten, die in Regie der Stadt in der Mandelgasse entstanden. Auf den Marsch dorthin säumen Schaulustige den Weg. Höflich lächelnd winkt die First Lady von Deutschland einigen zu. Nach einem Abstecher in Karstas Kleines Kino und einem Plausch mit Vertretern von Händlern und Unternehmen, die durch Aktionen wie der Einkaufsnacht und dem Kreiselfest Massen anziehen, stellt sich Frank-Walter Steinmeier der Presse. Sein Fazit: "In den vergangenen 27 Jahren ist Penig eine attraktive Kleinstadt mit hoher Lebensqualität geworden." Das liege auch an den Ehrenamtlichen und deren Engagement. Nach einer knappen Stunde reist der Tross verspätet zum nächsten Termin ab.

Weitere Berichte zum Besuch des Bundespräsidenten in Sachsen lesen Sie auf der Titelseite und auf der Seite 5.

 
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