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Thomas Eulenberger (65), Bürgermeister von Penig.

Foto: Jochen Walther/Archiv

"Die Gartenanlage wird uns beschäftigen"

Neues Jahr, neue Aufgaben: Die "Freie Presse" fragt Bürgermeister der Region, worauf sich die Mittelsachsen einstellen müssen und worauf sie sich freuen können. Heute: Thomas Eulenberger (CDU) aus Penig.

Von Franziska Pester
erschienen am 12.02.2018

Freie Presse: Herr Eulenberger, sind Sie gut ins Jahr 2018 gestartet?

Thomas Eulenberger: Ja. Wir waren am Silvesterabend erst beim Konzert in der Kirche und haben dann ruhig bei Freunden zu Hause gefeiert. Auch in der Stadt ist es ruhig geblieben, es hat keine Vorkommnisse gegeben.

Worauf freuen Sie sich dieses Jahr am meisten?

Besonders freue ich mich, dass der Neubau neben der Kita Weltentdecker in diesem Jahr fertig wird. Er wird die Einrichtung im Ortsteil Tauscha ersetzen. Wir gehen derzeit davon aus, dass die Bauarbeiten im August beendet sind und der Umzug dann im September erfolgen kann. Das Gebäude in Tauscha, in dem derzeit die Kita untergebracht ist, soll verkauft werden.

Steht etwas bevor, das Ihnen schon jetzt Sorgen bereitet?

Die Gartenanlage ,Frohsinn' wird uns weiter beschäftigen. Der Investor plant, auf einem Teil der Fläche, auf der momentan Gärten sind, den Bau von Wohnhäusern. Gemeindepolitisch ist das Vorhaben wichtig. Wir brauchen Platz für neue Wohnhäuser, denn im Neubaubereich verzeichnen wir 40 Prozent Zuzug von Menschen, die neu nach Penig kommen. Natürlich ist die Betroffenheit bei den Gärtnern groß, das ist legitim. Aber gleichzeitig ist auch der Leerstand in der Anlage hoch und viele Pächter sind im Seniorenalter. Deshalb mussten wird abwägen. Das haben die Stadträte getan, als sie sich mehrheitlich für die Aufstellung eines Bebauungsplans ausgesprochen haben.

Ist 2017 etwas liegengeblieben, das Sie noch abarbeiten müssen?

Verwaltungsarbeit ist stets ein fließender Prozess; man nimmt immer Verschiedenes von einem Jahr mit ins nächste. Genauso arbeiten wir jetzt schon Dinge an, die erst in einigen Jahren abgeschlossen werden. Es ist manchmal ein komisches Gefühl, wenn ich merke, dass wir Sachen anschieben, die erst fertig werden, wenn ich schon im Ruhestand bin.

Derzeit wird in Wechselburg nach einem abgelehnten Bürgerbegehren von der Gemeinde auf einen Bürgerentscheid zu einer Fusion oder Eingliederung mit beziehungsweise nach Rochlitz hingearbeitet. Wie sehen Sie die Angelegenheit?

Als erstes muss man festhalten: Es besteht eine traditionelle Verbindung von Wechselburg nach Rochlitz. Das Kloster und das Rochlitzer Schloss hängen historisch zusammen. Die Wechselburger fahren zudem mehrheitlich etwa zum Einkaufen nach Rochlitz. Allerdings ist die Situation momentan sehr verfahren und ich denke nicht, dass sie sich in der derzeitigen Konstellation lösen lassen wird. Dafür braucht es neues Personal. Nach der Gemeinderats- und Stadtratswahl 2019 sollten die Beteiligten neu aufeinander zugehen. Für eine Gemeinde mit rund 1800 Einwohnern, wie Wechselburg es ist, ist es schwer, eine Kommunalverwaltung allein aufrecht zu erhalten. Als damals Langensteinbach in Schwierigkeiten war, sind wir die Sache anders angegangen. Wir hatten eine Zweckvereinbarung für den Betrieb der dortigen Grundschule geschlossen und uns dann zu einer Verwaltungsgemeinschaft zusammengefunden. Am Ende gab es ein einhelliges Votum des Gemeinderates für die Eingliederung nach Penig. Das lief bei uns aber geräuschlos. Manchmal muss man eben in Vorleistung gehen.

Worauf können sich die Peniger dieses Jahr besonders freuen?

Der kommunalpolitische Aschermittwoch steht bevor. Das wird auf jeden Fall wieder ein Höhepunkt. Außerdem findet am 16. Juni Philharmonic Rock auf unserem Marktplatz statt. Wir planen mit 1600 Sitzplätzen. Es wird für uns eine Herausforderung, das als Stadt zu stemmen. Aber gleichzeitig hoffen wir, durch solche Veranstaltungen unsere Innenstadt zu stärken und Besucher anzuziehen.

Stehen bei Ihnen in diesem Jahr persönlich größere Veränderungen an?

Nein. Ich hoffe, dass ich gesund bleibe, mein Amt noch bis Mitte 2020 gut ausfüllen und noch etwas für Penig erreichen kann.

 
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