"Wenn man miteinander redet, findet man auch Helfer"

Der Zschopautallauf erlebt morgen in Erdmannsdorf seine 35. Auflage. Dabei stehen einige Personen im Fokus, die gar keine Laufschuhe tragen.

Erdmannsdorf.

Wenn jemand den 35. Geburtstag feiert, kann er durchaus davon sprechen, sich in den besten Jahren zu befinden. Der Zschopautallauf der SG Erdmannsdorf wurde 1983 aus der Taufe gehoben, trotzte in den folgenden Jahren so mancher gesellschaftlichen Veränderung und findet morgen zum 35.Mal statt. Ab 17.15Uhr gehen die Läufer über unterschiedliche Strecken von der Bummirunde bis zum langen 8,7-Kilometer-Kanten an den Start.

"Ich bin froh, dass wir diese Volkssportveranstaltung erhalten konnten. Zu viel ist in den vergangen Jahren insbesondere wegen der Gleichgültigkeit der Menschen den Bach runtergegangen", sagt Siegfried Kempe. Der Senior hält nach wie vor die organisatorischen Fäden der Veranstaltung, die auch in diesem Jahr zum Laufcup der Sparkassen-Stiftung für Jugend und Sport gehört, zusammen. Dabei weiß der rüstige Erdmannsdorfer, warum es den Zschopautallauf noch immer gibt. "Es gibt bei uns noch einige Leute, die sich ehrenamtlich engagieren und mit anpacken, um die vielen tausend Handgriffe zu erledigen."

So fallen ihm zum Beispiel Rolf Brethfeld oder Werner Uhlig ein, die für die Strecke verantwortlich zeichnen. Hans-Jürgen Böhm kümmert sich vor allem um die gastronomischen Belange, Edith Kempe und Thea Brethfeld halten unter anderem das Meldebüro, die Teeküche und die Wettkampfapotheke am Laufen. Siegfried Stammler, der dem Zschopautallauf vor 35 Jahren mit auf die Welt half, mischt nach wie vor im Organisationskomitee mit.

"Das sind aber nur einige von den Aktivisten, die seit Jahren für das Gelingen der Veranstaltung stehen", sagt Kempe. "Wenn man miteinander redet, findet man auch Leute, die mithelfen. Ich hab kaum ein Nein als Antwort bekommen", verrät der ehemalige Fußballtorwart, der auf zuverlässige Sponsoren bauen kann.

Mit Felix Mittmann als Sprecher und Ingo Rismondo in der Organisation haben nun auch jüngere Leute mit angeheuert. Zwar will niemand der Genannten im Vordergrund stehen. Doch ohne sie würde der Lauf schon längst nicht mehr stattfinden.

Bei den Sportlern kommt dieses Engagement sehr gut an. "Ich war schon in Erdmannsdorf als kleines Kind dabei. Natürlich gehe ich auch diesmal an den Start, aus unserem Verein kommen rund 15 Sportler mit", sagt Isabel Jakob vom SV Großwaltersdorf. Die Jüngsten hätten immer davon geschwärmt, dass sie nach der Zielankunft eine kleine Anerkennung erhalten hatten, sagt die 24-Jährige. Vielleicht bekommen die Organisatoren um Siegfried Kempe zum 35. auch ein Geschenk, indem morgen sehr viele Läufer an den Start gehen. (mit kem)

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