Auerbach: Softair-Waffe löst Polizei-Einsatz aus

Am Montag  hat im Jobcenter Auerbach/Vogtlandkreis ein pistolenähnlicher Gegenstand für Aufregung gesorgt. Ein Teenager, der auf dem Beifahrersitz eines dort parkenden Autos saß, hantierte mit der scheinbaren Waffe herum und zielte immer wieder in Richtung des Gebäudes, wie Polizeisprecher Christian Schünemann auf Anfrage mitteilt: "Dabei wurde er von Zeugen beobachtet, die gegen 11.30 Uhr die Polizei alarmierten." Zwei Streifenwagen waren wenig später vor Ort - wie sich herausstellte, hatte der 14-jährige Jugendliche im Auto eine Softairwaffe bei sich, die sichergestellt wurde. Die Beamten hätten sich ihm unter Berücksichtigung der gebotenen Eigensicherung genähert. Es werde nun geprüft, wie viel Joule Geschossenergie die Druckluftwaffe hatte, so Schünemann. Eine Anzeige wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz sei erstattet worden.

Softairwaffen gelten laut Gesetz meistens als sogenannte Anscheinswaffen - sie dürfen nicht in der Öffentlichkeit geführt werden, wenn sie echten Waffen täuschend ähnlich sehen. Ein Transport, etwa vom Händler nach Hause, ist nur in geschlossenen Behältnissen erlaubt. Wer dies missachtet, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Bei der Geschossenergie gelten außerdem ab 0,5 sowie ab 7,5 Joule verschiedene Vorschriften. Zwischen 0,5 und 7,5 Joule sind sie zwar für Personen ab 18 frei verkäuflich, dürfen jedoch nur im umfriedeten Grundstück geführt werden. Softairwaffen mit einer Geschossenergie über 7,5 Joule gelten dann als erlaubnispflichtige Waffen im Sinne des Waffengesetzes - sie dürfen nur von Inhabern einer Waffenbesitzkarte erworben werden.

Einen Einsatz im Zusammenhang mit Softair-Waffen hatte die Polizei des Auerbacher Reviers zuletzt im Bereich des ehemaligen Falkensteiner Hotels "Glück auf" gehabt - dort waren vier junge Männer gestellt worden, die sich im Gebäude mit Paintball-Kugeln beschossen und dazu auch noch eine verbotene Variante der Reichskriegsflagge gehisst hatten. Auch am Rosensee soll in der Vergangenheit mit Softair-Waffen geschossen worden sein. (bap)

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