Berufsförderung: Je 6000 Euro für die drei Besten

Junge Leute, die sich beruflich fortbilden möchten, müssen hierfür zum Teil tief in die eigene Tasche greifen. Da kommt ein Stipendium gerade recht.

Falkenstein/Treuen.

Alexandra Blei aus Falkenstein, Andy Wilhelm aus Treuen und Markus Adler aus Arnoldsgrün können sich in den nächsten drei Jahren für jeweils 6000 Euro weiterbilden. Das Geld dazu bekommen sie von der Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung in Form eines Stipendiums. Die Mittel stammen aus dem Bundesministerium für Bildung und Forschung und sind für Berufsabsolventen "mit einem sehr guten Berufsabschluss" bestimmt, informierte der für Berufsbildung zuständige Siegmar Degenkolb von der Regionalkammer Plauen der IHK Chemnitz am Donnerstag. An diesem Tag bekamen 45 junge Leute aus Südwestsachsen die Urkunde über die Förderung, darunter eben auch die drei Vogtländer.

Beste Modeschneiderin Sachens

Alexandra Blei wurde mit einem Ergebnis von 92 Punkten in der Abschlussprüfung voriges Jahr nicht nur an der IHK Chemnitz, sondern sachsenweit die beste in ihrem Beruf. Die 19-Jährige lernte drei Jahre bei Rahmig & Partner in Ellefeld den Beruf einer Modeschneiderin. "Ich will Meister werden in der Textilwirtschaft", nannte sie ihr Ziel. Dafür will sie die Fördersumme einsetzen, und sie möchte in dem Betrieb bleiben und dort "Aufstiegsmöglichkeiten nutzen", sagte sie. Das Interesse an dem Beruf liege in der Familie: "Mutti ist Herren-Maßschneiderin.".

Industriemeister angestrebt

Andy Wilhelm will Industriemeister werden. Er hat drei Jahre lang bei Vowalon Treuen Textilveredler gelernt. Er strebe nach einer Meisterstelle in seinem Betrieb, in dem er bleiben will. Denn da fühle er sich wohl. "Die Meisterausbildung ist 2017", blickte er am Donnerstag schon mal voraus. Die 6000 Euro müssen innerhalb von drei Jahren genutzt werden. Für die Betreuung der Begabten ist die IHK zuständig.

Markus Adler aus Arnoldsgrün ist Mechatroniker und will Techniker werden. Das ist die nächste Stufe in Sachen beruflicher Aufstieg. Er hat seine Lehre in der Auerbacher Maschinenfabrik begonnen. "Die ist inzwischen von der Ermafa Chemnitz übernommen worden", berichtete der junge Vogtländer. Auch ihn zieht es derzeit nicht in andere Städte oder Bundesländer: "Voraussichtlich bleibe ich."

Petra Bergmann von der Plauener Regionalkammer der IHK erklärte den begabten Berufsabsolventen, was sie mit der Fördersumme machen können. "Anerkannte Aufstiegsfortbildungen sind möglich", ließ sie wissen. Damit meinte sie die Ausbildung zum Meister, Techniker und Fachwirt im kaufmännischen Bereich. Dafür würden die 6000 Euro auch ausreichen. "Darüber hinaus ist alles möglich, was sachbezogen ist", ergänzte sie. Dazu zählen Kurse in Sachen Buchführung, CAD-Lehrgänge und dergleichen. Das Stipendium kann bereits seit dem 1. Januar genutzt werden.

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