Besucherrekord bei Gottesdienst zu Himmelfahrt

1300 Besucher sind gestern auf den Bezelberg geströmt. Gastredner war Pastor und Liedermacher Jörg Swoboda aus Buckow.

Neustadt.

So viele waren es noch nie. Mit über 1300 Besuchern sind in diesem Jahr noch mehr Menschen als sonst zum Himmelfahrtsgottesdienst auf den Bezelberg bei Neustadt gekommen. Gastredner war diesmal Pastor und Liedermacher Jörg Swoboda aus Buckow in der Märkischen Schweiz. Dieser hatte schon in der DDR kein Blatt vor den Mund genommen. Mit seinen 69 Jahren ist Swoboda zwar offiziell im Ruhestand, doch es hält ihn nicht zuhause. "Solange Gott mir die Kraft gibt, bleib ich auf der Piste und singe und predige", sagt er.

Er weist auf Jesus hin, der für ihn die wichtigste Person ist. Dazu ermutigte er auch seine Zuhörer. Er berichtete, dass er nach der Wende in seiner Heimat als Stadtverordnetenvorsteher tätig war und jetzt noch eine Ausbildung zum Schiedsmann (Friedensrichter) gemacht hat. Er wählte in seiner Predigt sehr konkrete Beispiele: "Wenn mein Enkel seinen Quadrocopter nach oben steigen lässt, dann ist das auch so eine Art Himmelfahrt. Christen geht es bei Himmelfahrt um einen Himmel, den wir nicht sehen, in den ist Jesus umgestiegen."

Der 69-Jährige ist durch seine Lieder bekannt, die von den Gottesdienstbesuchern fröhlich mitgesungen wurden. "Seine Lieder allein sagen schon so viel aus", sagt eine Besucherin und verweist auf ein Beispiel. "Wer sich anpasst, der wird ausgenutzt" und "Heuchelei ist wie Glatteis bei Nacht", heißt es darin.

Angelika und Friedhold Böttger aus Lengenfeld waren zum zweiten Mal beim Bezelberggottesdienst dabei. Sie schätzen es, dass man dort verschiedene Leute trifft, gute Musik hört - und natürlich eine gute Predigt. In diesem Jahr haben sie gleich 15 Leute aus ihrer Gemeinde mitgebracht, mit denen sie an diesem Tag eine Wanderung machen wollen. Angela und Jens Dunger kommen schon seit 1991 zu diesem Event. "Es ist einfach ein schöner Gottesdienst", sagen sie. Mit ihrem Hund sind sie schon um 7.30 Uhr von Hammerbrücke losgelaufen. "So ein Gottesdienst in der freien Natur ist ein besonderes Erlebnis", so formulieren es viele Besucher aus nah und fern. Für Pfarrer Jörg Grundmann ist es etwas Besonderes, dass dieser Gottesdienst seit 25 Jahren hier stattfinden kann und so viele Menschen kommen.

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