Darts-Meister unterstützt Eimbergzwerge

Max Hopp ist aktuell der beste deutsche Vertreter des Sports mit den kleinen Wurfpfeilen und lebt seit zweieinhalb Jahren in Kottengrün. An seinen neuen Heimatort dachte er bei der Promi-Darts-WM.

Kottengrün.

Eine Spende von 540 Euro hat Max Hopp (21) gestern an die Kita Eimbergzwerge in Kottengrün übergeben. Das Geld kam am Wochenende bei einem kleinen Charity-Wettstreit am Rande der Promi-Darts-WM zusammen, deren zweite Auflage in Düsseldorf stattfand. "Die Idee hatte Stefan Effenberg, der dort mein Partner war", schildert Hopp. "Von mir kam dann der Vorschlag, wem man das Geld geben könnte - und Stefan war sofort einverstanden." Hopp steht auf Platz 50 der Weltrangliste und ist derzeit der beste Darts-Spieler Deutschlands. Seit knapp drei Jahren lebt der Hesse in Kottengrün - die Liebe hat ihn hierher verschlagen. Bei einem Darts-Wettbewerb in Slowenien spielte er 2015 im gemischten Doppel mit der Vogtländerin Christin Jahn, die auch schon Deutsche Meisterin in ihrem Sport war. Es funkte, wenig später waren die beiden ein Paar. Im Vogtland hat sich Hopp inzwischen eingelebt. Es sei "scho schee" hier, meint er, man könne prima laufen. Hat er noch mehr Vogtländisch gelernt? "Nu ho", sagt er lachend. In Kottengrün könne er sich gut erholen von dem Trubel der Wettkämpfe mit ihrer enormen Lautstärke. Dazu hat er nicht sehr oft Gelegenheit: 250 bis 300 Tage pro Jahr ist der Profi für seinen Sport in aller Welt auf Achse, besonders oft in Großbritannien, dem Mutterland des Präzisionssports mit den Wurfpfeilen. Der hatte lange den Ruf eines Kneipen-Spiels, wird aber immer mehr zum "Trendsport", wie Hopp berichtet: "Vor paar Jahren haben 600.000 bis 800.000 Leute die WM geguckt, diesmal 2,7 Millionen."

Max Hopp hat von Kindesbeinen an Handball und Fußball gespielt - mit Darts hatte er zunächst nichts am Hut. Bis er beim Sport mit 12 so schwer verletzt wurde, dass er eine Weile gar nichts anderes mehr spielen konnte: "Ich habe mich daran geklammert." Und er lernte das Spiel lieben, bei dem es um höchste Konzentration und Fokussierung geht - während drum herum die Fans toben: "Druck und Anspannung sind enorm." Schnell arbeitete er sich nach vorn, und schon mit 16 wurde er dann Profi in diesem Sport - auch dies war nicht geplant. "Ich hatte eine Lehre zum Groß- und Einzelhandelskaufmann begonnen, doch das Unternehmen wurde insolvent", schildert er. Mit einem äußerst knappen Budget und der Unterstützung von Eltern und Großeltern sei er gestartet und eine Durststrecke bewältigt, bis dann die ersten Sponsoren einstiegen.

Ein paar Tage kann er noch in Kottengrün entspannen und trainieren, bevor es weiter geht: Erst nach Hildesheim, anschließend Berlin, danach England.

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