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Dieses Wolfsbild entstand vorige Woche in einer privaten Fotofalle im oberen Vogtland. Experten stufen es als eindeutig ein.

Foto: M. Eckstein

Erneut Wolf im Vogtland: Zweite Sichtung bestätigt

Bei Muldenhammer ist ein Tier fotografiert worden. Die Behörden sprechen von einem eindeutigen Nachweis - im Gegensatz zu Dutzenden Hinweisen zuvor.

Von Tino Beyer
erschienen am 14.04.2018

Muldenhammer. 3.41 Uhr zeigte die Uhr, als es in der Nacht zum Mittwoch voriger Woche im Wald nahe Muldenhammer blitzte. Ein Tier war in eine Fotofalle getappt, so nennt man spezielle Wildkameras, die automatisch auslösen. Das Bild zeigt augenscheinlich ein gut genährtes Tier. Dass es sich dabei um einen Wolf handelt, ist jetzt amtlich. Die Experten des Kontaktbüros "Wölfe in Sachsen" in der Lausitz haben die Sichtung bestätigt. Es handle sich um einen eindeutigen Nachweis. Damit wurde im Vogtland zum zweiten Mal eine Wolfssichtung offiziell bestätigt. Erstmals war Ende März vergangenen Jahres ein Wolf im Vogtland nachgewiesen worden. Auch damals hatte eine private Wildkamera das Bild geliefert. Tagelang war der Wolf Gesprächsthema rund um Grünbach.

Hinweise von Bürgern oder im Internet kursierende Bilder gab es in der Vergangenheit immer wieder. Viele landen bei Karin Hohl im Umweltzentrum Oberlauterbach, der Wolfsbeauftragten des Vogtlandkreises. "Es gab bisher 82 Hinweise aus der vogtländischen Bevölkerung zu Wölfen, die jedoch nicht bestätigt werden konnten oder sogar Fakes waren", erklärt sie auf Anfrage von "Freie Presse". Bei den unbestätigten Hinweisen handle es sich vor allem um Sichtungsmeldungen, Risse, Spuren, aber auch Heulen, Fotos oder Haarproben. "Bei den Fakemeldungen sind es in erster Linie Fotos und Videos, die in anderen Gegenden aufgenommen wurden", sagt Karin Hohl. Experten können solche Fotos meist recht schnell erkennen, da sie wissen, welche Bilder gerade in den sozialen Netzwerken herumgereicht werden.

Ist der jetzt fotografierte Wolf im Vogtland heimisch? Karin Hohl verneint. Momentan handle es sich beim Vogtland um ein "Transitland" für Wölfe. Die Jungen müssten sich mit einem Jahr ein neues Territorium suchen, werden von den Elterntieren "verbissen", wie es im Fachjargon heißt. "Bei den Abwanderungen werden mitunter Strecken von 60 bis 80 Kilometern an einem Tag zurückgelegt", informiert die Wolfsbeauftragte. Das Vogtland sei aufgrund seiner Natur für Wölfe ein gut geeigneter Lebensraum. Deshalb spreche man in Fachkreisen vom Vogtland als einem "Wolferwartungsland". Hohl: "Es ist also davon auszugehen, dass sich Wölfe hier ansiedeln könnten, weil die dafür notwendigen Parameter mehr oder minder vorhanden sind."

 
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