Falkensteiner Lochsteinweg: Marode Brücke ärgert Anwohner

Seit Jahrzehnten bietet das Bauwerk, das über die Bahnlinie führt, einen traurigen Anblick - dabei beginnt dahinter ein Naherholungsgebiet. Demnächst sollen sich die Stadträte mit dem Thema befassen.

Falkenstein.

In diesen Tagen jährt sich nach Angaben der Falkensteinerin Renate Mönnich die Sperrung der Brücke am Lochsteinweg für den Verkehr zum 20. Mal. In ihrer Mundart-Kolumne in der "Freien Presse" hat sie darauf Anfang Mai hingewiesen. Die Brücke führt über die dortige Bahnlinie und ist nur noch für Fußgänger frei.

Anwohner Jens Lürtzing kann sich an den Zeitpunkt der Sperrung nicht so genau erinnern: "Es ist jedenfalls sehr lange her", sagt der 40-Jährige. Dass hier keine Autos mehr fahren dürfen, stört ihn jetzt eher nicht: "Es gibt ja nichts Besseres, als in einer Sackgasse zu wohnen." Aber der Zustand des Bauwerks ärgert ihn schon mächtig - und das würden viele andere auch so sehen, sagt er. Lürtzing ist selbst Inhaber einer Baufirma und meint, dass beim damaligen Straßenbau wohl eine Menge schief gegangen sei - die Niveauunterschiede zwischen Straße und Brücke habe man nicht beachtet. "Und dass damals die Lkw immer auf die Brücke gefahren sind, war sicher auch nicht so gut für sie. Die Walze wurde nachts immer auf der Brücke abgestellt." Wobei die Probleme wohl noch weiter zurückreichten, denn der Asphalt auf dem Bauwerk sei schon länger viel zu hoch für das Geländer: "Das ist so, solange ich lebe." Zu Jahresbeginn sei eine Notsicherung mit Bauzäunen vorgenommen worden, um diese Gefahrenquelle zu entschärfen. "Der Anblick hat sich dadurch nicht gerade verbessert", sagt Lürtzing, der auf eine ordentliche Lösung des Problems hofft. Schließlich sei die Brücke am Lochsteinweg die Eingangspforte für das beliebte Wandergebiet mit dem Felsenrundweg. "Der Eingang zu einem Ausflugsziel sollte nicht so aussehen", meint er, und verweist auf die Bemühungen im Zusammenhang mit dem Geopark "Sagenhaftes Vogtland": "Solange es so aussieht, brauchen wir uns nicht um Touristen zu bemühen", findet er. Und wenn schon Fördergeld für das Projekt fließe, müsste doch in Sachen Brücke auch etwas zu machen sein.

Nach Angaben von Stadtbaudirektorin Michaela Bernhard hat die Kommune das Bauwerk sehr wohl im Blick: Im zuständigen Ausschuss des Stadtrates werde man demnächst darüber diskutieren. "Es geht darum, ob saniert werden kann oder doch ein Ersatz-Neubau notwendig ist", sagt sie. "Wir haben die Brücke jedenfalls nicht vergessen." Noch in diesem Jahr soll die Planung beauftragt werden. Im Rathaus setzt man darauf, mit entsprechender Förderung die Brücke im Zeitraum zwischen 2019 und 2021 wieder auf Vordermann zu bringen.

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