In Göltzschtal-Städten wächst der Bedarf an Kita-Plätzen

Falkensteins Kindereinrichtungen platzen aus allen Nähten - 42 neue Plätze werden geschaffen. Auch in Auerbach, Rodewisch und Treuen ist die Zahl der betreuten Kinder zuletzt gestiegen.

Falkenstein.

Ob Kita (213 Plätze), Krippe (95) oder Hort (190) - in Falkenstein sind nach Angaben der Stadtverwaltung momentan alle verfügbaren Plätze vollständig belegt. In den jüngsten Ratssitzungen ging es immer wieder um Kapazitätserweiterungen in der Kinderbetreuung: In der Kita "Knirpsenland" am Stadtpark sollen bis Dezember zunächst zehn neue Krippenplätze, im nächsten Jahr dann zwölf zusätzliche Kita-Plätze geschaffen werden. In der Kita "Albert Schweitzer" (nahe Comcard) werden parallel 20 neue Krippenplätze entstehen, die ab August bereitstehen sollen. Mit diesen insgesamt 42 zusätzlichen Plätzen könne "zum gegenwärtigen Zeitpunkt" der Bedarf abgesichert werden - eine abschließende Prognose für die kommenden Jahre könne die Stadt jedoch nicht geben, schränkt Hauptamtsleiterin Kerstin Leonhardt ein.

Dass der Bedarf so stark gestiegen ist, führt die Stadt auf höhere Geburtenzahlen und den früheren Wiedereinstieg von jungen Eltern ins Berufsleben nach einem Jahr zurück. Außerdem verzeichne man einen Zuzug junger Familien, heißt es. Ein ähnliches Bild zeigt sich in den anderen Städten des Altkreises. Laut Pressesprecher Hagen Hartwig ist die Belegung der zwölf kommunalen Kitas in Auerbach in den letzten drei Jahren von 689 auf jetzt 820 Kinder geklettert. In den vier Kitas in freier Trägerschaft sei die Zunahme geringer. Immerhin hat man in Auerbach Reserven: Die Auslastung liege bei knapp 90 Prozent. "Für die kommenden Jahre sehen wir einen steigenden Bedarf an Hortplätzen", so Hartwig. Um darauf zu reagieren, gebe es erste Überlegungen für einen Ersatzneubau des Horts an der Grundschule Gebrüder Grimm. Die erhöhte Nachfrage begründet man in Auerbach mit steigenden Geburtenzahlen und einem höheren Beschäftigungsgrad. Mittel- und langfristig werde der Bedarf aufgrund demografischer Effekte sinken, vermutet man im Rathaus.

In Rodewisch hat man in den letzten Jahren eine leichte Steigerung der Nachfrage nach Kita- und Hortplätzen registriert, so Amtsleiter Olaf Graf. Deshalb habe man beim Neubau der Kita "Flohkiste" 2014 den Anteil der Krippenplätze von 12 auf 30 Plätze erhöht. Der Hort der Grundschule verfüge seit 2015 über 60 Plätze - vorher 40.

Im Zuge der Abgabe der Kita "Schwalbennest" in freie Trägerschaft und der Errichtung eines Neubaus sollten dort insgesamt 25 neue Plätze, vor allem im Kita- und Hortbereich, geschaffen werden. Derzeit gehe man von einer Inbetriebnahme des Neubaus 2020/21 aus.

In Rodewisch spiele die hohe Zahl von Einpendlern eine Rolle beim wachsenden Betreuungsbedarf: "Viele lassen ihre Kinder gern am Arbeitsort betreuen."

In Treuen seien bereits seit 2008 zahlreiche zusätzliche Plätze geschaffen worden, und zwar in den Kitas "Spatzenburg", "Pfiffikus", "Schatzinsel", "Nesthäkchen" und "Villa Kunterbunt", teilt Bürgermeisterin Andrea Jedzig mit. Für die Schaffung weiterer Plätze gebe es derzeit keine Notwendigkeit. Momentan gibt es in sieben Einrichtungen, davon fünf kommunal, 613 Betreuungsplätze, aktuell belegt sind 529. Den gestiegenen Bedarf führt die Bürgermeisterin auf eine sinkende Arbeitslosigkeit und zunehmende Vollbeschäftigung zurück.

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