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Initiative will Auerbachs Zentrum beleben

Frauen vom Café Temper starten Aufruf, um "Stadt Leben einzuhauchen"

Von Bernd Appel
erschienen am 10.01.2018

Auerbach. Eigentlich sei sie nicht pessimistisch, sagt Cathrin Leidholdt, Inhaberin des Cafés Temper in der Nicolaistraße: "Aber inzwischen habe ich wirklich Angst um Auerbach." Die Entwicklung sei "erschreckend". Auf Facebook haben sie und Mitarbeiterin Andrea Sachs deshalb einen Aufruf veröffentlicht. "Auerbach scheint langsam, aber sicher zu sterben", heißt es darin. Die einst viel begangene Nicolaistraße sei selbst an Nachmittagen und bei schönem Wetter fast menschenleer. "Natürlich gibt es die fest stehenden Veranstaltungen wie Autofrühling, Familientag, Altmarktfest, Einkaufsnacht und Töpfermarkt und nicht zu vergessen unseren preisgekrönten Weihnachtsmarkt, aber selbst zu diesen Events sind es immer weniger Menschen." Das "preisgekrönt" ist in diesem Fall sarkastisch gemeint: Bekanntlich hatte Auerbachs Weihnachtsmarkt bei einer MDR- Bewertung mies abgeschnitten.

"Viele Gäste aus nah und fern haben uns gefragt, wo die Seele von Auerbach geblieben ist", so die Temper-Frauen weiter. Gerade Auswärtige würden feststellen, dass Auerbach "seine Gemütlichkeit und Liebenswürdigkeit verloren" habe. Man wolle nicht länger zusehen, wie Auerbach "den Bach runter geht", und etwas dagegen tun. "Wer der gleichen Meinung ist und uns mit Ideen und tatkräftiger Hilfe unterstützen will, kann sich jederzeit im Café Temper melden. Wir wünschen uns, dass wir einen großen Stein ins Rollen bringen, um Auerbachs Seele wiederzufinden und der Stadt wieder Leben einzuhauchen", schließt der Aufruf. Er fand bei Facebook nicht das erhoffte Echo und wurde entfernt. Im Gespräch erläuterten Cathrin Leidholdt und Andrea Sachs, dass man den Aufruf nicht als Konkurrenz zur Arbeit der Initiative "Wir in Auerbach" (Wia) oder des Citymanagers verstanden wissen will. Man wende sich ausdrücklich nicht nur an Gewerbetreibende, wolle mehr Wärme und Menschlichkeit in die Stadt bringe. Es gehe um "kleine Dinge", die nicht immer etwas kosten müssten. Einzelaktionen könnten ein buntes Gesamtbild ergeben.

Citymanager Uwe Prenzel erklärte zu dem Vorstoß, als Pragmatiker könne er mit dem Begriff "Seele" nicht so viel anfangen, sei aber für Anregungen immer offen. Er betonte, es sei wichtig, die Kräfte zum Wohl der Stadt zu bündeln. Mit dem Café Temper sei man auf einem guten Weg der Kooperation. Und dass sich konkret am Weihnachtsmarkt etwas ändern müsse und werde, dafür seien die Weichen gestellt.

 
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