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Kirchenreform: Neue Modelle vorgestellt

Mehr als 200 evangelische Christen der Region haben in Rodewisch über die künftige Kirchenstruktur diskutiert. Bald werden die Weichen gestellt.

Von Bernd Appel
erschienen am 14.09.2017

Rodewisch. Die Zahlen sind dramatisch: Heute gibt es rund 20.000 evangelisch-lutherische Christen im Kirchenbezirk Auerbach, 2040 sollen es noch 9400 sein. Im Kirchenbezirk Plauen soll die Zahl im gleichen Zeitraum von rund 38.000 auf etwa 18.500 schrumpfen, so die Prognosen der Landeskirche. Vor diesem Hintergrund haben am Montagabend im Rodewischer Ratskeller-Saal über 200 Christen - Ehrenamtliche und hauptamtliche Mitarbeiter - über die künftige Struktur ihrer Kirche diskutiert.

Konkret ging es um verschiedene Modelle für Kirchgemeinden und Kirchenbezirke. Neben dem offiziellen Papier "Kirche mit Hoffnung" wurden ein "Pfarrei-Modell", das "Modell der 28 bis 33 Kirchenbezirke" sowie das Modell der Landeskirche Hannover präsentiert. Nach Rodewisch eingeladen waren nicht nur die Vogtländer, sondern auch Vertreter der angrenzenden Kirchenbezirke (Ephorien).

Eckehard Graubner, amtierender Superintendent des Kirchenbezirks Auerbach, sieht nach Vorstellung und Diskussion der Modelle keinen eindeutigen Favoriten - allerdings gebe es wohl die meiste Unterstützung für die beiden Alternativ-Vorschläge aus den eigenen Reihen, nämlich das Pfarrei-Modell und die kleineren Kirchen. "Der Abend hat Impulse gegeben für die weitere Arbeit, die Ergebnisse werden in die Entscheidung der Synode im November einfließen", ist er sicher. Die Synode ist das Kirchenparlament, sie wird im November die Weichen stellen, im Frühjahr soll das Ganze juristisch festgezurrt werden.

Die Auerbacher Pfarrerin Nikola Schmutzler freut sich über die große Teilnehmerzahl: Es habe sich gezeigt, dass gerade die Kirchvorsteher "heiß darauf" seien, mitzureden und mitzugestalten. Und die Vertreter des Landeskirchenamtes sowie der Landesbischof hätten sich dem Gespräch gestellt. Auch sie erkennt keinen klaren Favoriten. Gefahren sieht sie darin, dass Begriffe falsche Hoffnungen wecken könnten - ein Kirchenbezirk im neuen Modell könne etwas ganz anderes sein als ein bisheriger Kirchenbezirk.

Hans-Jörg Rummel, Pfarrer der Plauener Johannisgemeinde, sieht ebenfalls die größte Unterstützung für die beiden Alternativ-Vorschlägen. Das wichtigste für die Kirche sei es, mit den verantwortlichen Menschen vor Ort in Verbindung zu bleiben: "Und das sind meist Ehrenamtler." Rummel geht davon aus, dass sich die Debatte in Eingaben an die Synode widerspiegeln wird.

Die Plauener Superintendentin Ulrike Weyer verzeichnet ein positives Echo auf die Versammlung - die Menschen schätzten es, wenn man sie einbeziehe. Der Abend sei sehr gut vorbereitet, der Ton sachlich und angemessen gewesen. "Ein an diesem Abend favorisiertes Modell konnte ich nicht ausmachen."

Jeder Vorschlag habe Stärken und Schwächen. "Ein Gewinn wäre meines Erachtens, wenn wir begreifen, dass uns all die Fragen nach der Verkündigung des Evangeliums in unserer Zeit bewegt und eint", so die Superintendentin aus Plauen.

 
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